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Liquidität planen am Arbeitsplatz
Veröffentlicht am 03 Jun 2020

Das sollten Sie bei Ihrer Liquiditätsplanung beachten

Veröffentlicht am 03 Jun 2020
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In der aktuellen Krise ist Liquidität Trumpf. Es geht nicht nur um kurzfristige Sicherung der Zahlungsfähigkeit, sondern auch um einen Puffer für mögliche Liquiditätshürden in den kommenden Monaten.

Wie gut die Unternehmen ihre Liquiditätssituation einschätzen, zeigt das KfW-Mittelstandspanel von Mitte April 2020:

Ergebnisse der Corona-Sondererhebung (in Bezug auf Liquiditätsreserven)

Gut 50% der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Liquiditätsreserven bis zu 2 Monate ausreichen. Nur 26% sind der Meinung, dass sie mehr als 6 Monate durchhalten können. Beide Werte werden sich in den vergangenen Wochen noch etwas verbessert haben nach Inanspruchnahme von staatlichen Hilfsprogrammen auf der einen und Lockerung der ersten Beschränkungen auf der anderen Seite. Aber die Statistik zeigt: Bei vielen Unternehmen könnte es nach dem beinahe zweimonatlichen Lockdown knapp auf dem Konto werden.

Doch auch wenn die im März und April ergriffenen, drastischen Maßnahmen nun langsam wieder gelockert werden, so ist der Weg bis zur neuen Normalität sicherlich noch weit. Das gilt auch in Fragen der Liquidität. Folgende Herausforderungen sollten Unternehmen in ihren Liquiditätsplanungen für die kommenden Monate berücksichtigen:

  1. Weniger Nachfrage: Die Nachfrage wird sich nur schrittweise erholen – dank unsicherer Jobperspektive für Konsumenten und Streichung geplanter Investitionen bei Firmen.
  2. Anfällige Lieferkette: Verzögerungen in der Lieferkette haben unmittelbare Auswirkungen auf den Umsatz. Bis die Lieferketten wieder problemlos laufen, wird es eine Weile dauern.
  3. Schlechtere Zahlungsmoral: Einige Unternehmen werden ihre Zahlungsziele stärker ausnutzen und teilweise auch um weiteren Zahlungsaufschub bitten.
  4. Zunehmender Forderungsausfall: Das ein oder andere Unternehmen wird die Krise langfristig nicht überleben und somit für den ein oder anderen Forderungsausfall sorgen.
  5. Höhere Einstandspreise: Auf Grund der Produktions- und Logistikausfälle in der Krise werden einzelne Rohstoffe oder Bauteile schlechter verfügbar sein – Preisaufschläge sind möglich.
  6. Hohe Lagerwerte: Die für das Frühjahr geplante Ware liegt bestenfalls noch in den Lägern oder ist verdorben – bei saisonalen Produkten fehlt der Umsatz für den Einkauf neuer Ware.

 

Zwei Fragen ergeben sich hieraus:

  • Wie lassen sich zusätzliche Liquiditätspuffer bilden?
  • Wie lassen sich die Ausgaben kurzfristig senken?

 

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Dominic Böhmer
Über den Autor
Dominic Böhmer ist Leiter Firmenkunden bei auxmoney und Spezialist für Finanzierungslösungen im KMU-Umfeld.