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Der Krypto-Newsflash: Kodak führt Kryptowährung ein
Veröffentlicht am 11 Jan 2018

Der Krypto-Newsflash: Kodak führt Kryptowährung ein

Veröffentlicht am 11 Jan 2018
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Alle News zum Thema Kryptowährung in der Zusammenfassung! Heute dabei:

Kodak will den Markt für Fotos revolutionieren und führt dafür eine eigene Kryptowährung ein
Das Unternehmen hinter den ETFs, die an der New Yorker gehandelt werden sollten, zieht seinen Zulassungsantrag zurück
Mehr Staaten auf der ganzen Welt reagieren auf Krypto

Kodak will Photographiemarkt mit eigener Kryptowährung revolutionieren

Erst vor Kurzem haben wir uns in einem ausführlichen Bericht mit den technischen Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain beschäftigt. Nun gibt es eine weitere höchst spannende Entwicklung:

Der Fotogigant Kodak launcht seine eigene Plattform namens KODAKOne, die mittels Blockchain-Technologie das Archivieren, Lizensieren sowie den Kauf und Verkauf von Fotos und Bildern ermöglichen soll. Als Währung soll dort der extra eingeführte KODAKCoin dienen, der mittels eines ICOs am 31.1. zum ersten Mal ausgeschüttet wird. Mit der Plattform erhofft sich Kodak, die Monetarisierung von Bildern zu vereinfachen und vor allem zuverlässiger zu gestalten, da das System den unlizensierten Gebrauch von Bildern erkennen könne. Das soll gerade kleineren Künstlern zugutekommen. Realisiert wird das Projekt in Zusammenarbeit mit WENN Digital.

ETF zurückgezogen – Doch vorerst kein Bitcoin an der New Yorker Börse

Erst vor zwei Tagen hatten wir darüber berichtet, dass die New Yorker Börse (NYSE) an der Einführung von Bitcoin-ETFs arbeitet. Damit ist aber nun vorerst Schluss. Der Grund dafür ist, dass Direxion, das Unternehmen hinter den Fonds, seinen Antrag auf Zulassung durch die „Securities and Exchange Commission“ (SEC) zurückgezogen hat. Laut des offiziellen Dokuments sind hierfür Sorgen der SEC verantwortlich, dass hinter den Werten, die der Fonds handelt (Bitcoin), ein unzureichendes Maß an Liquidität steht.

Staaten reagieren auf Krypto

Kryptowährungen sind zwar nicht mehr neu, doch erst der unglaubliche Hype um sie offenbarte die riesigen Lücken, die bezüglich staatlicher Regulierungen auch immer noch brach liegen. Nun reagieren mehr und mehr Staaten. Ausführlich haben wir über das Thema Regulierung bereits in unserem großen Jahresüberblick 2017 berichtet.

Schweizer Taskforce tagt zum ersten Mal

In der Schweiz trifft sich am morgigen Freitag zum ersten Mal eine Arbeitsgruppe zum Thema Blockchain und Kryptowährungen. Dabei sollen sowohl Probleme als auch Chancen beleuchtet werden, die mit der Regulierung von Geschäften via Bitcoin und Co. im Zusammenhang stehen. Die Schweiz gehört zu den progressivsten Ländern im Bereich Krypto und weist dort eine florierende Unternehmenslandschaft auf. An bestimmten Standorten werden Kryptowährungen zudem sukzessive in den Alltag gerückt.

Ganz besonders wird sich die Taskforce dem Thema ICO widmen. Mit ICOs können Startups ohne Umwege Kapital generieren. Bislang geschieht dies noch beinahe ohne jegliche Richtlinien von außen.

Israelische Zentralbank stuft Kryptowährungen als „Vermögenswerte“ ein

Die Bank of Israel (BOI) hat sich in einer Pressemitteilung basierend auf einer Rede vor der Knesset über den Status von Kryptowährungen geäußert. Das Urteil, das für Banken im Land allerdings nur empfehlenden Charakter hat, stuft Bitcoin, Ethereum und andere virtuelle Währungen nun offiziell als „Vermögenswerte“ ein und damit nicht etwa als Währungen. Die Auszahlung von Geld für den Kauf Kryptowährungen könnten Banken auf dieser Grundlage zwar trotzdem rechtfertigen, allerdings gibt die Zentralbank zu bedenken, dass es sich bei Bitcoin und Co. um hochvolatile Anlageobjekte handelt, die zudem hinsichtlich der Compliance einige Fragen aufwerfen. Vor allem die Nutzung bei kriminellen Geschäften müsse bei der Beurteilung beachtet werden. Letztlich sieht die BOI die Banken selbst in der Pflicht, dafür zu sorgen, die kriminelle Nutzung von (Krypto-)Geld zu verhindern.

China will Mining stärker regulieren

Krypto-Miner müssen in China mit deutlich strengeren Regulierungen rechnen. Dazu gehören offenbar monatliche Statusupdates zu den Mining-Aktivitäten. Diese Auflagen gelten jedoch erst einmal nur für die Provinz Xinjiang. Es ist jedoch zu vermuten, dass ähnliche Regeln auch für weitere Provinzen folgen werden. Hintergrund ist der extrem hohe Stromverbrauch, der beim Mining von Bitcoin anfällt. Viele Miner sind daher in abgelegenen Regionen Chinas zu finden, da dort die Strompreise oft deutlich niedriger ausfallen als in anderen Regionen der Welt.

Die chinesische Regierung will diesen Praktiken aber nun offensichtlich einen Riegel vorschieben und den Stromverbrauch der Miner limitieren. Generell fährt China im Bereich Kryptowährung eine harte Linie, so wurden vor Kurzem beispielsweise ICOs für illegal erklärt.

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Bildquelle: shutterstock.com

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.