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KPMG Fintech100
Veröffentlicht am 30 Nov 2017

KPMGs Fintech100 in 2017: Die acht größten Trends

Veröffentlicht am 30 Nov 2017
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Jedes Jahr ermittelt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zusammen mit dem australischen Daten-Spezialisten H2 Ventures eine Liste mit den 100 stärksten FinTechs auf dem Markt. Dabei werden sowohl 50 bereits etablierte Firmen als auch 50 neue, aufstrebende Startups gelistet. In diesem Jahr wird die Liste vor allem von chinesischen Unternehmen dominiert. Deutschland ist mit immerhin fünf FinTechs aber auch respektabel vertreten. Die größten Trends und Erkenntnisse der diesjährigen Top 100 gibt es nun für euch in der Zusammenfassung.

Trend 1: China führt die Branche an

Mit neun Einträgen ist China ohnehin eines der am besten vertretenen Länder auf der Liste. Noch beeindruckender ist allerdings, dass das Reich der Mitte die Top 3 der „Leading 50“ komplett für sich beansprucht. Die internationale Konkurrenz muss sich hinten anstellen. Im letzten Jahr konnte sich das amerikanische FinTech Oscar den dritten Platz sichern.

Trend 2: Immer mehr große Investoren steigen in das Geschäft ein

Die Summe an Kapital, das die führenden 50 FinTechs seit ihrer Gründung einsammeln konnten, steigt wenig überraschend weiter an und liegt nun bei über 24 Milliarden US-Dollar. Interessant ist, dass auch große Investoren ihre Geldbeutel gegenüber der Branche immer weiter öffnen. So lassen sich in den Investoren-Listen nun auch illustre Namen wie Sequoia Capital, Index Ventures, Goldman Sachs, Morgan Stanley und MasterCard lesen

Trend 3: FinTechs bleiben ein globales Phänomen

23 Länder sind in der 2017er-Liste vertreten, darunter auch die Neueinsteiger Polen, Mexiko und Korea. Auch die Vielfalt unter den Top 50 ist gestiegen, so sind hier in 2017 insgesamt 19 Länder zu finden, während es letztes Jahr nur 17 waren. Es zeigt sich ganz klar: FinTechs sind nicht lokal begrenzt und auf der ganzen Welt zu finden. Keine Region kann den Markt im Alleingang dominieren.

Trend 4: Die EMEA-Region ist Innovationsmotor

Von den „Emerging 50“, also den Unternehmen, die im vergangen Jahr am meisten durch neue Ideen auffallen konnten, stammen 26 aus der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Die „alte Welt“ ist damit alles andere als abgehängt, sondern ein wichtiger Innovationstreiber für die Branche global.

Trend 5: Systeme zum Geldleihen und Bezahlen dominieren

Schaut man sich die Unternehmen auf dem Index genauer an, fällt auf, dass die meisten von ihnen Lösungen zum Bezahlen oder zum Leihen von Geld bereitstellen. Es zeigt sich, dass die Branche immer noch genügend Nischen und Wachstumsmöglichkeiten bereithält, um Innovationen zu belohnen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre weiter fort.

Trend 6: Daten sind das Herz der Branche

Daten sind für FinTechs unverzichtbar geworden. Die allermeisten Geschäftsmodelle der Top 100 stützen sich auf die Analyse von gewonnenen Daten, die damit den enormen Aufstieg der Branche überhaupt erst möglich machen.

Trend 7: Disruptive Geschäftsmodelle bleiben der Kern der FinTech-Branche

Disruptive Geschäftsmodelle, also solche, die die traditionellen Modelle im Finanzsektor herausfordern, sind weiterhin die Basis für den größten Teil der im Fintech100 geführten Unternehmen. Nur 27 FinTechs sind als „Enabler“ geführt.

Trend 8: Open Banking wird immer mehr zur Realität

Mit der Öffnung von Bank-APIs gegenüber Entwicklern geht eine wahre Innovationsflut einher, die immer mehr spannende Ideen hervorbringt. Vor allem das immer beliebter werdende „Plug-and-Play“-Modell stellt einen stark zukunftsträchtigen Trend dar. So können Verbraucher deutlich flexibler und mobiler ihre eigenen Finanzprodukte verwalten.

Bildquelle: KPMG

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.