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Klarna Rebrand
Veröffentlicht am 29 Aug 2017

Klarna: Re-Branding macht die Finanzbranche farbenfroher

Veröffentlicht am 29 Aug 2017
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Seit gestern erstrahlt der Online-Payment Anbieter Klarna im neuen Design. Im Zuge dessen wird auch die 2014 von Klarna gekaufte Firma SOFORT Überweisung, nun unter dem Namen Sofort, optisch in das neue Markenbild integriert.

Klarna weitet die „smoooth“-Kampagne weiter aus

Bereits letztes Jahr fiel der schwedische Zahlungsdienst Klarna mit seiner ungewöhnlichen Werbekampagne, welche ganz unter dem Motto „smooothe Payments“ stand, auf. Mit dem, besonders für die Finanzbranche, außergewöhnlichen Ansatz will Klarna die reibungslose und schnelle Zahlungsabwicklung in den Vordergrund stellen und natürlich auffallen. Dazu ließ das 2005 in Stockholm gegründete Unternehmen unter anderem eine Forelle eine gelbe Rutsche hinunterflutschen.

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Gestern erfolgte dann im Zuge eines Re-Brandings die Ausweitung der „smoooth“-Kampagne. Dieses betrifft nicht nur das Klarna-Logo, sondern das gesamte Design, insbesondere die Bildsprache im Klarna Checkout bei der Wahl der Zahlungsart.

SOFORT Überweisung wird zu Sofort

Bereits im Jahr 2014 schlossen sich die SOFORT GmbH und Klarna zur Klarna Group zusammen, doch erst jetzt wird die Bezahlmethode SOFORT Überweisung auch optisch in das neue Markenbild integriert und damit der Dachmarke untergeordnet. Dazu gehört auch der neue Name: Aus SOFORT Überweisung wird einfach Sofort. Der Kunde hat nun die Wahl zwischen drei verschiedenen Klarna-Zahlungsarten: Ratenkauf, Rechnung und Sofort.

Die Optionen werden nun zusätzlich bei jedem Händler durch entsprechende Icons symbolisiert. Das Pizzastück steht dabei für den Ratenkauf, die Sonnenbrille für den Kauf auf Rechnung und die Hand mit dem Peace-Zeichen für eine Sofortzahlung. Über die MyKlarna App können Kunden dann ihre Rechnungen einsehen, bezahlen, verwalten oder Konflikte mit Händlern melden.

Mit dem neuen Design will Klarna Farbe in der häufig so eintönigen Finanzbranche bringen und orientiert sich dabei an der Musik- und Fashionbranche. Doch der Online-Payment Anbieter will nicht nur seine visuelle Identität updaten, sondern auch die Interaktion zwischen User und Unternehmen ändern. Das „smoooth“-Konzept soll bei jedem Klick für den Kunden spürbar sein. Davon verspricht sich Klarna nicht nur eine verbesserten User Experience, sondern auch eine höhere Conversionrate und Kundentreue.

Zahlung auf Rechnung immer noch am beliebtesten

Der Online-Payment Markt ist hart umkämpft. Wie die diesjährige Online-Payment Studie des EHI Retail Instituts ergab bezahlen die Deutschen nach wie vor am liebsten per Rechnung nach Erhalt der Ware. Auf dem zweiten Platz folgt die Zahlung per Lastschrift und wird gefolgt von PayPal. Der E-Wallet Dienst musste dieses Jahr jedoch Einbußen hinnehmen, obwohl der Dienst, zusammen mit Kreditkarten, am häufigsten von den 106 befragten Onlinehändlern angeboten wurde. Im Schnitt können Kunden aus sieben, bei den umsatzstärksten Shops, sogar aus neun, Zahlungsmöglichkeiten wählen.

Die Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts für den Handel wurde dieses Jahr bereits zum sechsten Mal durchgeführt und analysiert den Zahlungsmittelmarkt für physische Güter im deutschen E-Commerce Markt. Dazu wurden Daten von Onlinehändlern unterschiedlicher Umsatzgrößen und Branchen gesammelt.

Klarna: Global Player mit Banklizenz

Was mit drei Mitarbeitern in Stockholm begann ist nun ein in 18 Ländern aktiver Payment-Service-Provider, der seit 2 Monaten sogar eine Banklizenz besitzt. Mittlerweile kümmern sich 1.500 Mitarbeiter um 70.000 Händler und 60 Millionen Endkunden.

Bilder: (c) Klarna

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.