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Veröffentlicht am 26 Jun 2017

Hamburg, die Start-Up-Stadt

Veröffentlicht am 26 Jun 2017
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Bereits vor 25 Jahren galt Hamburg als Internethauptstadt. Während über die Jahrtausendwende allerdings nicht sonderlich viel getan wurde und man diesen Ruf nach und nach verlor, liegt der Fokus nun wieder auf der IT, auf den Techies, auf den Start-Ups.

Deutschlands IT-Hotspot

Die Hansestadt beherbergt etwa 10.000 IT-Unternehmen, darunter die Internetriesen wie Google, Facebook, Twitter, Dropbox und künftig sogar Snapchat. Aber auch die Hamburger Eigengewächse wie die Jobbörse Xing oder der E-Commerce-Gigant Otto sind der Stadt an der Elbe treu geblieben. Unter den deutschen Großstädten ist Hamburg damit wieder die treibende Kraft.

Riesiges Potenzial

Viele große, erfolgreiche Unternehmen bringen Kapital in die Stadt. Kapital das darauf wartet investiert zu werden. Neben den genannten IT-Riesen erwirtschaften auch Flugzeugbauer Airbus und Europas drittgrößte Hafengesellschaft jährlich Gewinne. Wirklich genutzt hat man das schlummernde Kapital und die damit verbundenen Möglichkeiten allerdings nicht.

Wenige Risikokapitalinvestitionen

Um als Start-Up durchzustarten braucht man nicht nur einfaches Geld, sondern Geld das mit einem hohen Risiko belastet sein kann. Vor solchen Investitionen scheinen die Hamburger Unternehmen und Geldgeber allerdings zurückzuschrecken. 2016 investierten die Hamburger lediglich 127 Millionen Euro an risikobehaftetem Kapital und somit nur etwa ein Zehntel der Summe, die Berlin in die Hand nahm.

Unter dem Strich zu wenige erfolgreiche Start-Ups

Im Gegensatz zu Berlin, London oder dem Silicon Valley hat Hamburg einfach zu wenige erfolgreiche Gründer hervorgebracht. Der Kreislauf aus Geld bekommen, das Kapital nutzen und anschließend in die nächste Generation investieren wurde noch nicht so richtig angestoßen, sodass es für mutige Gründer und Gründerinnen derzeit noch kompliziert sein kann, ein Investment zu bekommen.

Hamburg hat das Schicksal in der eigenen Hand

Dabei liegt es an den Hanseaten selbst in der Hand. Ein attraktiver Standort, die Nähe zu Berlin sowie das internationale Flair der Hafenstadt, sogar die großen erfolgreichen Unternehmen als Vorbilder sind gegeben. Es liegt an den Norddeutschen selbst, ihren Fokus noch mehr auf die Start-Ups zu lenken und diese auch dementsprechend zu unterstützen. Dann kann der Standort Hamburg noch erfolgsträchtiger werden, vielleicht ja sogar zu einem deutschen Silicon Valley.

Bildquelle: shutterstock.com

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Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.