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Veröffentlicht am 17 Jul 2019

Viele FinTechs werden nicht älter als vier Jahre

Veröffentlicht am 17 Jul 2019
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Eigentlich boomt die deutsche FinTech-Szene. Dennoch zeigt jetzt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, dass der Anteil der gescheiterten FinTechs in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Woran liegt das und was bedeutet das für die Branche?

Ungewöhnlich viele FinTechs gaben auf

233 – das ist die überraschend hohe Zahl an Start-ups aus der deutschen Finanzbranche, die sich seit 2011 aufgelöst haben. Auffällig dabei ist, dass allein ein Viertel der Unternehmen erst seit 2017 aufgegeben wurde.

Die betroffenen FinTechs stammen vor allem aus den Bereichen Finanzierung, Immobilien und Payments und waren im Schnitt drei bis vier Jahre alt. In den Jahren 2015 und 2016 gab es eine regelrechte Gründungseuphorie, wodurch  teilweise einfach zu viele Wettbewerber im selben Marktsegment unterwegs waren. Zudem wurden die Kosten für die Kundenakquisition häufig unterschätzt. Somit fehlten den Start-ups irgendwann die finanziellen Mittel. Bessere Chancen hatten FinTechs mit einem Venture-Capital-Invest im Hintergrund. Doch die Investorensuche gestaltet sich naturgemäß umso schwieriger, je mehr Wettbewerber es gibt.

All diese Faktoren trugen zum Scheitern vieler Start-ups bei und erschweren so die Kooperation zwischen FinTechs und etablierten Finanzdienstleistern.

Droht jetzt die Markteintrübung?

Dass Start-ups in ihrer Anfangsphase häufig scheitern, ist kein unbekanntes Phänomen. Die Zunahme der Konkurrenz führt dazu, dass Investoren wählerischer werden. Insbesondere die FinTechs, die es über das vierte Jahr hinaus schaffen, können verstärkt von einem Wachstum der Branche profitieren. Und sich zu einem langfristigen Player auf dem Markt entwickeln.

Bildquelle: shutterstock.com

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.