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Veröffentlicht am 25 Jul 2019

FinTech StartMark möchte in junge Start-ups investieren

Veröffentlicht am 25 Jul 2019
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Viele Start-ups scheitern in der Anfangsphase an einer fehlenden Finanzierung. Das Düsseldorfer FinTech StartMark möchte das ändern. Wir erklären, was Blockchain und virtuelle Wertpapiere damit zu tun haben.

Investition in Start-ups auf Blockchain-Basis

Die StartMark-Gründer Ralf Heine und Frank Schmidt haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In den kommenden Jahren wollen sie in 15 bis 25 Start-ups investieren. Dafür wird natürlich Kapital benötigt. Investoren sollen über virtuelle Wertpapiere auf Blockchain-Basis gewonnen werden.

Vom viel kritisieren Krypto-Markt will sich StartMark aber abgrenzen und bietet deshalb Security Token Offerings an, über die Anleger investieren können. Diese sind stärker reguliert und müssen zuerst von der Finanzaufsichtsbehörde Bafin genehmigt werden. Außerdem sind Security Tokens jederzeit handelbar und Unternehmen, die bisher nicht mit Blockchain gearbeitet haben, können ihr Kapital so ebenfalls vermehren. Das senkt die Barriere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese Methode ist zudem günstiger, da keine intermediären Akteure wie zum Beispiel Börsen benötigt werden.

Die Vorteile und Risiken dieser Anlagemethode

Ab August ist es dann möglich, virtuelle Wertpapiere im Wert von mindestens 100 Euro zu erwerben. Die Anleihen haben eine Laufzeit von 15 Jahren. Dadurch, dass nicht in ein bestimmtes Projekt, sondern in einen Pool von Start-ups investiert wird, soll das Risiko möglichst geringgehalten werden. Allerdings ist eine Voraussetzung bislang noch die Zahlung mit einer Kryptowährung, wobei Wechselkursrisiken für die Anleger entstehen können. Um künftig auch in Euro anlegen zu können, werden zurzeit Zahlungsdienstleister gesucht.

Mit 90 Prozent von dem durch die Wertpapiere erworbenen Kapital beteiligt sich StartMark dann an mehreren jungen Start-ups. Der Rest dient zur Selbstfinanzierung. Ein Großteil des Investmenterfolgs wird also ausgeschüttet. Zunächst wird StartMark nur in deutsche Start-ups investieren, um diese auch langfristig inhaltlich begleiten und coachen zu können. Wichtig dafür ist, dass die Start-ups für das FinTech erreichbar sind und bleiben. Gespräche mit den Start-ups, aus denen letztendlich ein Portfolio zusammengestellt werden soll, laufen aktuell.

Nachdem das Geschäftsmodell von der Bafin abgesegnet wurde, steht StartMark nach der Gründung 2018 jetzt in den Startlöchern. Nun bleibt zu hoffen, dass die Anlagemethode auch potenziellen Investoren zusagt.

Bildquelle: © StartMark GmbH

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.