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Veröffentlicht am 31 Okt 2019

FinTech Revolut steht kurz vor milliardenschwerer Finanzierungsrunde

Veröffentlicht am 31 Okt 2019
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Die Challengerbank Revolut hat seit ihrer Gründung im Jahr 2015 bereits über sieben Millionen Kunden gewinnen können. Doch das britische FinTech hat auch weiterhin ambitionierte Ziele und benötigt dafür vor allem zusätzliches Kapital.

Finanzierungsrunde in Milliardenhöhe und großer Kredit in Aussicht

Die Welt wird immer stärker vernetzt. Dadurch werden Auslandsüberweisungen immer gefragter. Die Wechselkurse sind jedoch oft sehr hoch. Revolut ermöglicht es seinen Kunden, jeden Monat einen bestimmten Geldbetrag ins Ausland zu überweisen, ohne dass dafür die üblichen Gebühren anfallen. So lassen sich Kosten sparen. Darüber hinaus umfasst die Smartphone-App praktische Services wie eine einfache Finanzverwaltung und einen Überblick über Versicherungsangebote.
In einer Finanzierungsrunde möchte das Unternehmen Medienberichten zufolge nun 1,5 Milliarden Dollar einnehmen. Dafür sind bekannte Wagniskapitalgeber wie die im Silicon Valley ansässige Firma Andressen Horowitz und Iconiq aus San Francisco im Gespräch. Zudem bereitet der deutsche Techninvestor Rocket Internet angeblich einen Kredit in der Höhe von circa 130 Millionen Dollar vor. Rocket ist bereits seit 2018 an Revolut beteiligt.

FinTech setzt steilen Wachstumskurs fort

Um das am besten bewertete FinTech in Europa zu werden, strebt Revolut eine Bewertung von zehn Milliarden Dollar an. Damit möchte sich das Start-up unter anderem von seinem Konkurrenten N26 abheben, der zurzeit mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet ist. Ob und wann dieses Ziel erreicht werden kann, bleibt jedoch abzuwarten. Denn ein zu schnelles Wachstum und waghalsige Expansionspläne haben in der Vergangenheit bereits andere Start-ups in schwere Krisen gestürzt und könnten Aufsichtsbehörden auf den Plan rufen.
Bisher treiben sowohl Revolut als auch N26 trotz Verlustgeschäften ihre globale Expansion voran. Durch eine Kooperation mit dem Zahlungsdienstleister Visa ist Revolut mittlerweile in 55 Ländern aktiv und bietet seit letztem Jahr auch Online-Girokonten in Deutschland an.

Bildquelle: shutterstock.com

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.