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Veröffentlicht am 17 Apr 2019

FinTech Klarna startet globale Authentifizierungsplattform

Veröffentlicht am 17 Apr 2019
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Klarna ist einer der führenden Zahlungsanbieter in Deutschland und Europa und hat das Ziel, den Bezahlprozess für Käufer und Verkäufer zu vereinfachen. Erst im letzten Monat hatte das 2005 in Schweden gegründete FinTech mit dem Start einer eigenen Open-Banking Plattform auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt soll es eine weltweite Authentifizierungsmöglichkeit geben. Was bedeutet diese Ankündigung für Unternehmen weltweit?

All-in-One-Lösung von Klarna

Sicheres Einkaufen im Internet ermöglichte Klarna bisher mit einer eigenen Authentifizierungsplattform in etwa 100.000 Partnershops. So wird mit wenigen Klicks sichergestellt, dass die Person, die einkauft, auch tatsächlich der Kontoinhaber ist. Nun sollen andere Unternehmen auf der ganzen Welt diese Plattform ebenfalls ihren Nutzern anbieten können. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Markt sie agieren. Besonders interessant könnte diese Neuerung neben Banken allerdings für Händler, Shop-Betreiber und App-Entwickler sein.

Klarna verspricht eine einfache Implementierung in die jeweilige Website. Anschließend stehen mehrere lokale und globale Authentifizierungsmethoden zur Verfügung. Die Unternehmen können selber entscheiden, ob sie ihren Kunden zum Beispiel SMS-Kennwörter, TAN-Verfahren oder Social Media Logins anbieten wollen. Weitere lokale Möglichkeiten wie der Klarna Ident Deutschland sollen bald folgen. Indem der Authentifizierungsprozess an die individuellen Nutzer und Unternehmen angepasst wird, soll die Abbruchrate sinken.

FinTech bietet Rundum-Service

Wenn die Plattform einmal in die eigene Website integriert ist, kümmert sich Klarna um die ständige Aktualisierung und Optimierung. Auch die sichere und rechtskonforme Verwaltung der Kundendaten wickelt die Lizenzbank ab. Wer die Plattform nutzt, kann sich also weiterhin auf sein Kerngeschäft konzentrieren und bleibt trotzdem immer auf dem neuesten Stand. „Unsere Plattform ist mit nur einer Integration eine All-in-One-Lösung, die einen echten Wettbewerbsvorteil ermöglicht“, so Robert Bueninck, General Manager für die DACH-Region, in einer Pressemitteilung.

Mehr Angebotsvielfalt durch Open-Banking-Plattform

Aber nicht nur in Sachen Authentifizierung ist Klarna in der letzten Zeit in den Medien präsent, sondern auch durch den Start einer Open-Banking-Plattform. Grundlage dafür ist die seit 2018 gültige PSD2-Richtlinie, die es Banken erlaubt, Kundendaten an Drittanbieter weiterzugeben. Dadurch soll der Kunde von individuellen Finanzangeboten durch andere Banken und FinTechs profitieren und kann so beispielsweise die eigenen Ausgaben ganz einfach im Blick behalten.
Klarna arbeitet also mit verschiedenen Mitteln daran, Bankgeschäfte und Zahlungen von überall aus so unkompliziert wie möglich zu machen.

Bildquelle: © Klarna Bank AB

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.