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epap startup digitaler kassenbon
Veröffentlicht am 16 Nov 2020

Löst der digitale Kassenbeleg den klassischen Bon ab?

Veröffentlicht am 16 Nov 2020
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Seit fast einem Jahr gibt es die Bonpflicht in Deutschland. In dem Zusammenhang haben wir damals über das FinTech-Start-Up Epap berichtet, welches den Kassenbeleg digitalisieren möchte. Digitale Bons bieten eine praktische und nachhaltige Alternative zum klassischen Papierbeleg, weil dadurch die Verschwendung von Rohstoffen eingedämmt werden kann. Wie kommt das System bisher an?

Start-Up bringt digitale Belege an die deutschen Kassen

Das FinTech Epap aus Hannover bietet mithilfe einer App die Möglichkeit, Belege an der Kasse in digitaler Form per Mail oder über einen QR-Code zu erhalten. Etwas weniger als ein Jahr später gibt es den digitalen Kassenbon bereits an rund 4000 Ausgabestellen in Deutschland. Etwa 150.000 Kassenbons wurden bisher mithilfe von Epap generiert, die sich auf ungefähr 15.000 Nutzer verteilen. So hat sich die Nutzerbasis in den letzten Monaten verdoppelt. Damit Kunden genau sehen können, wo sie einen digitalen Bon erhalten können, gibt es in der Epap-App nun auch einen Überblick aller Händler und Geschäfte die das System einsetzen. Das Start-Up möchte digitale Belege als Standard etablieren und die Gesellschaft dafür sensibilisieren. Damit die Karte immer auf dem neusten Stand ist, können die Nutzer sie aktiv mitgestalten.

Die eigenen Ausgaben und Finanzen an einem Ort verwalten

Auch große Händler wie REWE unterstützen die flächendeckende Verbreitung des digitalen Kassenbons. Die Unternehmen verwenden dabei allerdings verschiedene Systeme. Der Vorteil von Epap ist, dass die App mit sämtlichen Ausgabestellen digitaler Belege kompatibel ist und auch den Scan von gedruckten Bons ermöglicht. Dadurch können alle Ausgaben an einem Ort gesammelt und verwaltet werden. Um die persönliche Finanzplanung noch einfacher zu machen, plant das FinTech die Integration einer Banking-Funktion. Darüber hinaus sollen digitale Kassenbelege an noch mehr Orten etabliert werden. Bisher sieht man meist Kassenbons aus Papier. Ebenso wie der Bezahlvorgang an der Kasse immer digitaler wird, ist jedoch auch eine Entwicklung hin zum digitalen Kassenbon nicht unwahrscheinlich.

Bildquelle: © Unsplash / Carli Jeen

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.