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Veröffentlicht am 07 Sep 2020

Dieses Start-Up bekämpft schmerzhafte Insektenstiche

Veröffentlicht am 07 Sep 2020
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Mücken- und Wespenstiche sind nicht nur nervig, sondern können auch richtig weh tun. Durch den warmen Winter gibt es in diesem Jahr besonders viele Insekten. Stechen sie zu, ist schnelles Handeln wichtig. Eine bewährte Strategie ist die Behandlung mit Hitze. Doch viele der Geräte auf dem Markt sind zu unhandlich und zu groß, um damit beispielsweise das Gesicht eines Kindes zu versorgen. Zudem vergisst man es im Ernstfall leicht zuhause. Aus Karlsruhe kommt nun eine innovative Lösung für dieses Problem.

Von der Uni in die Selbstständigkeit

Im Jahr 2018 gründeten die Studienfreunde Lukas Liedtke, Armin Meyer, Christof Reuter und Stefan Hotz das Start-Up Kamedi GmbH. Die Idee, ein noch besseres Gerät für die Behandlung von Insektenstichen mit Hitze zu entwickeln, ist 2016 beim Kitesurfen entstanden. Lokale Accelerator-Programme und ein Experte für Dermatologie an der Charité Berlin erkannten das Potenzial des Start-Ups und unterstützten die Gründer auf ihrem Weg. Die Mühe hat sich gelohnt: Mittlerweile ist der „heat it“ ein zertifiziertes Medizinprodukt, das seit Mai dieses Jahrs für etwa 30 Euro im Online-Shop des Unternehmens erhältlich ist.

Wie funktioniert das Produkt des Start-Ups?

Der „heat it“ ist so klein, dass er bequem in die Ladebuchse eines Smartphones gesteckt werden kann. Mithilfe einer App lassen sich je nach Empfindlichkeit der Hautstelle und dem Alter der Person die richtigen Einstellungen auswählen. Nachdem man den Start-Knopf gedrückt hat, heizt das Gerät kurz auf etwa 50 Grad auf und wird dann auf die entsprechende Hautstelle gedrückt. Um Hautreizungen zu verhindern, sollte der „heat it“ nicht länger als zehn Sekunden ohne Unterbrechung auf einer Stelle angewendet werden. Für den größten Effekt sollte man den „heat it“ direkt nutzen, wenn man gestochen wurde. Die Ausnahme bilden Bienenstiche. Hier sollte man zunächst den Stachel entfernen.

Die Vorteile gegenüber anderen Anbietern

Anders als ähnlich funktionierende Modelle ist der „heat it“ mit dem Smartphone kombinierbar, wodurch er einerseits ohne Batterie auskommt und man ihn andererseits individuell einstellen kann. Zudem ist er deutlich kleiner und kann für den Transport gut am Schlüsselbund befestigt werden, so dass man ihn immer mit sich tragen kann.

Bildquelle: © Kamedi GmbH

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.