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Veröffentlicht am 30 Sep 2019

DHDL-Start-up SIRPLUS erhält sechsstelliges Investment

Veröffentlicht am 30 Sep 2019
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Das Nachhaltigkeits-Start-up SIRPLUS konnte in der letzten Folge der „Höhle der Löwen“ keinen Investor überzeugen. Vor allem die sehr hohe Unternehmensbewertung hatte die „Löwen“ abgeschreckt. Nun wird jedoch bekannt, dass drei andere Investoren eine beachtliche Summe in das Start-up investiert haben.

Ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen

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Foto: © SIRPLUS GmbH

SIRPLUS Gründer Raphael Fellmer setzt sich bereits seit einigen Jahren privat gegen Lebensmittelverschwendung ein, fünf Jahre hat er sogar in einem Geldstreik verbracht. So wollte er darauf aufmerksam machen, dass weltweit ein Drittel der Lebensmittel verschwendet werden, während viele Menschen Hunger leiden. Als ihm klar wurde, dass ehrenamtliche Aktionen allein das Problem nicht lösen können, gründete er zusammen mit Martin Schott SIRPLUS. Das Start-up kauft Händlern krummes Gemüse oder gerade abgelaufene Lebensmittel ab und verkauft diese in eigenen sogenannten Rettermärkten und einem Online-Shop für kleines Geld weiter. So wollen die Gründer mehr Wertschätzung für Lebensmittel schaffen, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten sowie Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zum Umdenken anregen. Bislang konnten sie bereits über zwei Millionen Kilo Lebensmittel retten und erwarten in diesem Jahr drei Millionen Euro Umsatz. Um ihr Unternehmen weiter nach vorne zu bringen und profitabel zu werden, pitchten Raphael Fellmer und Martin Schott in der „Höhle der Löwen“. Ihr Angebot: 700.000 Euro für sechs Prozent der Anteile.

Start-up hat große Pläne

Die „Höhle der Löwen“ verließen die ambitionierten Gründer ohne Deal. Doch schon bei der Ausstrahlung der Sendung hatten Unternehmer Benjamin Otto, Ecosia-Mitgründer Tim Schumacher und Winwin-Gründer Matthias Willenbacher eine sechsstellige Summe in das Social-Impact-Start-up investiert. Wie viel genau, ist nicht bekannt. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau des Online-Shops fließen. Und damit nicht genug: Neben einer Crowdinvesting-Kampagne, die dieses Jahr noch anlaufen soll, ist für das kommende Jahr wieder eine Finanzierungsrunde geplant. Dabei sollen laut den Gründern mehr als eine Millionen Euro in das Start-up fließen. Das zusätzliche Kapital wird auch benötigt, denn für die nächsten zehn Jahre hat sich SIRPLUS vorgenommen, fünf Millionen Tonnen Lebensmittel in mehr als 15 Ländern zu retten. Damit möchte das Start-up seiner Vision, dass alle produzierten Lebensmittel tatsächlich konsumiert werden, ein Stück näher kommen.

Bildquelle: © SIRPLUS GmbH

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.