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Veröffentlicht am 19 Dez 2019

DHDL-Start-up eatapple bringt seine essbaren Trinkhalme in die Aldi-Regale

Veröffentlicht am 19 Dez 2019
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Viele Start-ups nutzen die Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ als Sprungbrett zum Erfolg. Für den essbaren Strohhalm eatapple gab es 2018 zwar keinen Deal, doch die Münchener Gründer wollten nicht aufgeben. Und es hat sich gelohnt: Ihr Produkt hat es in sämtliche Aldi-Filialen geschafft.

eatapple scheiterte in der „Höhle der Löwen“

Ihren Pitch in der „Höhle der Löwen“ vor knapp einem Jahr hatten sich Danilo Jovicic, Konstantin Neumann und Philipp Silbernagel sicherlich anders vorgestellt. Die „Löwen“ kritisierten damals nicht nur den Geschmack und Geruch der essbaren Trinkhalme, auch das Geschäftsmodell konnte nicht überzeugen. eatapple war den Juroren mit 70 Cent pro Stück zu teuer und löste sich zudem schon nach kurzer Zeit im Getränk auf.

Start-up auch ohne die „Löwen“ erfolgreich

Doch die Gründer haben aus ihren Fehlern gelernt, den Misserfolg als Ansporn genutzt und ihr Start-up wisefood weiterentwickelt. Nun sollen sich die eatapple Trinkhalme erst nach ein bis zwei Stunden im Getränk auflösen, der Geschmack hat nach eigenen Angaben eine süß-säuerliche Fruchtnote und soll nicht auf das Getränk abfärben. Aber hält das Produkt, was es verspricht? Wir haben es getestet.
Durch die Automatisierung der Produktion konnte der Preis zudem auf 10 Cent pro Stück gesenkt werden. Das Start-up hat seine Trinkhalme mittlerweile in Superhalm umbenannt, mehr als 50 Millionen davon verkauft und einen Umsatz in Milliardenhöhe gemacht. Damit zeigen die Gründer, dass man auch als gescheitertes Start-up wieder aufstehen kann.

eatapple ab dieser Woche bei Aldi erhältlich

Die Discounterkette Aldi möchte ein Zeichen gegen Plastik und Verpackungsabfälle setzen. Bis 2025 soll die Anzahl der Verpackungen um 30 Prozent gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, kooperiert Aldi mit innovativen Start-ups wie wisefood. Den Superhalm gibt es ab diesem Freitag für kurze Zeit in allen 4.200 Filialen von Aldi Süd und Aldi Nord. Ob das Produkt dauerhaft in das Aldi-Produktsortiment aufgenommen wird, hängt unter anderem von der Reaktion der Kunden ab.

Eine nachhaltige Alternative zu Plastik

Eines steht aber bereits fest: Nicht nur viele Verbraucher wünschen sich ein Ende der Wegwerfkultur. Auch der politische Druck wird spätestens seit dem EU-Verbot von Plastikeinwegprodukten immer größer. Dies soll 2021 in Kraft treten. Das Münchener Start-up ist mit seiner Alternative zu Plastikstrohhalmen also am Puls der Zeit.

Bildquelle: © Wisefood GmbH

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.