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Bitcoin
Veröffentlicht am 03 Jan 2018

Der Krypto-Newsflash: Ripple startet durch!

Veröffentlicht am 03 Jan 2018
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Alle News und Entwicklungen im Bereich der Kryptowährungen im Überblick! Heute: Ripple übertrumpft Ethereum; Südkorea verschärft Handels-Regulationen; erneute Kurs-Kapriolen des Bitcoin; der CEO einer Handelsplattform wird entführt (und freigelassen); und: wieder einmal widersprüchliche Meinungen von Finanzexperten zur Bitcoin-Blase.

Mach Platz, Ethereum – Ripple ist die neue Nummer 2!

Ripple Logo

Quelle: ripple.com

Der Bitcoin ist auch weiterhin mit riesigem Abstand die Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung, welche sich momentan auf fast 255 Milliarden US-Dollar beläuft. Bisher folgte dahinter die Währung Ethereum als klare Nummer 2. Nun hat sich mit Ripple jedoch ein Konkurrent an Ethereum vorbeigedrängelt. Der Coin, der weniger als Währung denn als Zahlungsnetzwerk erfunden wurde, weist aufgrund seines inhärenten Nutzungszwecks in den Augen vieler offenkundig weniger Risiken auf als rein spekulative Kryptowährungen wie etwa der Bitcoin. Laut Coinmarketcap rangiert Ripple momentan bei einer Marktkapitalisierung von knapp unter 110 Milliarden Dollar und liegt damit nun schon mehr als 20 Milliarden Dollar vor Ethereum, der bis Ende des letzten Monats noch den zweiten Platz innehatte.

In dieser enormen Verschiebung spiegelt sich auch der rasante Aufstieg von Ripple im Allgemeinen wider. In einem Monat hat sich der Preis des Coins mehr als verzehnfacht. Im Jahresvergleich beträgt das Plus sogar sage und schreibe 37.000 Prozent! Angesichts dieser Traumrenditen ist es kein Wunder, dass die Kryptowährung zunehmend an Fahrt gewinnt. Ob dieser enorme Wachstumskurs gehalten werden kann und ob Ripple tatsächlich besser vor einem Crash geschützt ist, wird sich erst noch zeigen.

Südkorea reguliert Krypto-Handel stärker – Folgt das komplette Verbot?

Asien ist einer der wichtigsten Märkte für den Handel mit Kryptowährungen, umso stärker wirken sich Entwicklungen in dieser Region daher auf die Kurse aus. Dies bewahrheitete sich kürzlich erst wieder, als Südkorea den anonymen Handel mit Kryptowährungen Ende Dezember für illegal erklärte. Der Bitcoin verlor darauf hin mehr als 12 Prozent an Wert.

Nun könnte aber ein noch größerer Crash bevorstehen, denn laut dem Wall Street Journal erwägt die koreanische Regierung offenbar, den Handel mit Kryptowährungen grundsätzlich zu verbieten. Die Folgen eines solchen Verbots lassen sich kaum abschätzen, allerdings würde es, falls es so kommt, wohl tatsächlich massivste Kursverluste nach sich ziehen. Dies ist nur ein weiterer Grund, beim Investment Vorsicht walten zu lassen.

Der Bitcoin-Kurs – Ein ewiges Auf und Ab

Kurz vor Weihnachten haben wir (zusammen mit vielen anderen Medien) schon den Absturz des Bitcoins beschrien. Innerhalb weniger Tage brach der Bitcoin-Kurs um über 30 Prozent ein, stellenweise lag der Verlust sogar bei fast 50 Prozent. Danach folgte aber schnell wieder ein Aufstieg. Seit Weihnachten ist die Kurskurve ein stetes Auf und Ab. Klare Tendenzen lassen sich kaum noch erkennen. Zuletzt zogen die Kurse wieder an, jetzt allerdings stagnieren sie bei rund 15.000 US-Dollar. Wie es weitergeht, weiß niemand. Der Bitcoin ist allerdings massiv bedroht durch das mögliche Handelsverbot in Korea (siehe oben).

Der CEO der Kryptobörse Exmo wird in der Ukraine entführt – und wieder freigelassen

Exmo-CEO Pavel Lerner

Quelle: exmo.com

Ein einflussreicher CEO verlässt sein Büro, als ihn ein paar mit Sturmhauben maskierte Männer packen und in einen schwarzen Mercedes zerren. Was wie eine Szene aus einem Hollywood-Actionfilm anmutet, ist in der Ukraine leider traurige Realität geworden. Opfer war der CEO der in Großbritannien angesiedelten Kryptowährungs-Handelsplattform Exmo, Pavel Lerner. Dieser befand sich offenkundig zu Besuch im osteuropäischen Land. Gleichzeitig wurde die Plattform per DDoS-Attacke angegriffen. Nach drei Tagen kam Lerner wieder frei, offenbar nach einer Lösegeldzahlung von 1 Million Dollar – ausgezahlt natürlich in Bitcoin. Die Einlagen von Anlegern sollen nach Angaben von Exmo zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen sein.

Bildquelle: Shutterstock

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.