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Der Krypto-Kurscheck: Ist die Blase geplatzt?
Veröffentlicht am 16 Jan 2018

Der Krypto-Kurscheck: Ist die Blase geplatzt?

Veröffentlicht am 16 Jan 2018
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Die Kurs-Analyse des heutigen Tages: Wer sind die Gewinner und Verlierer? Wie geht es den Kryptowährungen insgesamt?

Crash! Absturz! Rote Zahlen!

Crash! Absturz! Rote Zahlen!

Quelle: Coinmarketcap

Seit dem frühen Morgen verzeichnen die Kurse beinahe aller Kryptowährungen massive Verluste im teilweise mittleren zweistelligen Prozentbereich. Die Korrektur hat den Markt in seiner Gesamtheit erfasst und verschont dabei niemanden, allerdings fallen die Verluste je nach Währung unterschiedlich groß aus.

Sowohl die nervöse Lage in Südkorea mit Hinsicht auf ein mögliches Handelsverbot von Kryptowährungen als auch die härtere Regulierung von Mining in China scheinen als alleinige Gründe unwahrscheinlich, da es weder konkrete Neuigkeiten gibt und sich die Effekte auf die Kurse bereits im Verlauf der letzten Tage ausgewirkt hatten. Vielmehr dürften sich andere News aus China negativ auf die Kurse ausgewirkt haben. So möchte die chinesische Regieren nun offenbar den Zugriff auf zentralisierte Handelsplattformen für Kryptowährungen komplett sperren. Das gesamte Ausmaß der Auswirkungen, die diese Ankündigung mit sich bringt, lässt sich dabei aber derzeit nur sehr schwer absehen.

Vieles spricht aber für eine Korrektur, wie sie bei vielen Kryptowährungen bereits häufig aufgetreten ist. Das so oft prophezeite „Ende der Blase“ ist damit aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht eingeleitet. Es ist sehr gut möglich, dass sich die Kurse bereits gegen Mitte des Tages wieder erholen. Die korrigierten Kurse dürften für risikofreudige Anleger sogar eher noch einen größeren Anreiz bieten, in Kryptowährungen zu investieren. Wie immer muss man jedoch auch hier sagen: Eine wirklich fundierte Prognose ist nicht möglich. Zu volatil verhielten sich Kryptowährungen in der Vergangenheit, zu undurchsichtig sind die Gründe hinter den großen Preisschwankungen. Einzig die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit von ähnlichen Situationen dienen als einigermaßen solide Grundlage. Und die Erfahrung sagt: Es wird wieder nach oben gehen. Schon jetzt zeichnet sich bereits eine leichte Erholung ab.

Nicht alle Währungen gleich betroffen

Zum Zeitpunkt des Schreibens bewegen sich die Kursverluste im Mittel in einem Bereich zwischen 15 und 25 Prozent pro Währung. Einige kommen dabei schlechter weg, wobei von den Top-30-Werten kein Coin den richtig großen Abflug macht. Einige Währungen sehen dafür im Vergleich erstaunlich gut aus. Gerade NEO aus den Top 10 und die etwas unbekannteren Tether und BitConnect sehen vergleichsweise gut aus oder können sogar einen Kursanstieg inmitten der roten Welle verzeichnen. Ob es so bleibt, ist aber höchst fraglich.

Wie geht es den Großen?

Bitcoin-Kurs recht stabil

Quelle: Coinmarketcap

Sowohl Ethereum als auch Ripple sind von der Korrektur betroffen, liegen dabei aber beide noch im Bereich einer Standardabweichung vom Durchschnitt entfernt. Der Bitcoin-Kurs zeigt sich dagegen erstaunlich robust, wobei dies gut zum Trend abflachender Kursamplituden der letzten Wochen passt. Mit einer Abwertung von nur etwas mehr als 10 Prozent braucht man sich um das Zugpferd der Kryptowährungen auf jeden Fall keine großen Sorgen machen. Dies ist mit Sicherheit ein Effekt der größeren Zahl institutioneller Anleger seit dem Börsenstart in den USA Ende letzten Jahres.

Gewinner des Tages (Top 20): NEO (NEO)

Gewinner des Tages NEO (NEO)

Quelle: Coinmarketcap

Verlierer des Tages (Top 20): RaiBlocks (XRB)

Verlierer des Tages: RaiBlocks

Quelle: Coinmarketcap

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Bildquelle: shutterstock.com

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.