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Veröffentlicht am 27 Dez 2018

Der FinTech-Jahresrückblick 2018

Veröffentlicht am 27 Dez 2018
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Das Jahr 2018 war ein sehr erfolgreiches – wenn nicht sogar ein Rekordjahr – für deutsche FinTechs. Wir lassen die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Finanztechnologie-Start-ups noch einmal Revue passieren und wagen einen Ausblick auf die FinTech-Trends 2019.

Die Smartphone-Bank N26 erobert Europa

Sogenannte mobile Banken erobern zusehends den Markt. Der in Deutschland wohl bekannteste Anbieter ist die Smartphone-Bank N26. Das Berliner Start-up konnte dieses Jahr in einer Series-C-Finanzierungsrunde 160 Millionen Euro einsammeln und hält damit den Rekord für die bislang höchste Investmentsumme im deutschen FinTech-Sektor. Nur drei Monate später gab das Unternehmen bekannt, seine Kundenanzahl in neun Monaten verdoppelt und die Millionenmarke geknackt zu haben. Auch die europaweite Expansion und der für nächstes Jahr geplante US-Start demonstrieren: Bei N26 geht der Wachstumskurs steil nach oben.

Der Erfolg von N26 macht deutlich, dass digital-only-Banken ein Trend-Thema sind, an dem – nicht nur in Deutschland – bald keiner mehr vorbeikommt. Das britische Pendant Revolut bricht ebenfalls einen Rekord nach dem anderen und ist bereits ein Einhorn. Mit einem Wert von mehr als eine Milliarde Euro können so einige FinTechs schon mit den ganz Großen mithalten. Das FinTech Wirecard machte vor einigen Monaten beispielsweise Schlagzeilen, weil sein Börsenwert den des Traditionsgeldinstituts Deutsche Bank überstieg. Die mobilen Banken werden daher auch noch nächstes Jahr einen großen und wachsenden Teil der FinTech-Landschaft ausmachen.

FinTech auxmoney erreicht die Profitabilität

Deutschlands Ur-FinTech auxmoney wurde dieses Jahr nicht nur die Ehre zuteil zum FinTech des Jahres gewählt zu werden, sondern erreichte auch einen wichtigen Meilenstein: Die Profitabilität. Zusätzlich konnte das Düsseldorfer Unternehmen Anfang August stolz verkünden, dass es bereits eine Milliarde Euro Kreditvolumen ausgezahlt hat. In dem Zuge veröffentlichte das 2007 gegründete FinTech auch die neuesten Quartalszahlen, die zeigen, dass sich auxmoney auch nach mittlerweile 11 Jahren am Markt immer noch auf einem dynamischen Wachstumskurs befindet. Das Unternehmen konnte sein Auszahlungsvolumen im ersten Halbjahr 2018 um 90 Prozent von 135 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 255 Millionen Euro steigern. Insgesamt wurden über den Kreditmarktplatz bereits 130.000 Kredite ausgezahlt. Am Beispiel von N26 und auxmoney wird daher einmal mehr deutlich, dass FinTechs zusehends traditionelle Banken ablösen. Schon jetzt kostet die Finanztechnologie-Revolution deutsche Kreditinstitute 1,5 Milliarden Euro im Jahr.

Der größte FinTech-Trend: Blockchain

Kryptowährungen erfuhren 2018 den Peak Ihres Hypes und werden auch 2019 definitiv noch ein Thema bleiben. Der digitalen Währung liegt die Blockchain zugrunde, die laut einer IBM Studie 2019 bereits von 65 Prozent der Banken genutzt werden wird. Viele FinTechs nutzen die Technologie bereits, um Betrug zu reduzieren oder Vertragsabschlüsse zu beschleunigen. Einige Finanztechnologie Start-ups, wie auch klassische Unternehmen, evaluieren noch inwieweit eine Inkludierung der Blockchain machbar und sinnvoll für ihr Unternehmen ist. In dem Bereich werden weiterhin große Fortschritte erwartet, was dazu führen wird, dass die Zahl der FinTechs, die die Blockchain-Technologie nutzen, in Zukunft eher steigen als sinken wird. Aufgrund des riesigen Potenzials wird Blockchain daher auch im neuen Jahr eines der Trendthemen in der FinTech-Welt bleiben.

Bildquelle: shutterstock.com

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.