auxmoney Finanzpilot

Das Magazin für FinTech- & Finanznews

Das Ding des Jahres
Veröffentlicht am 29 Jan 2018

„Das Ding des Jahres“ – So funktioniert die neue Raab-Show

Veröffentlicht am 29 Jan 2018
Von:
Kommentare: Aus

Es ist soweit: Stefan Raab ist zurück. Allerdings nicht als Moderator, sondern als Executive Producer, also als derjenige, der eine Show plant, organisiert und für die Durchführung sorgt. Nach Erfolgsformaten wie „Schlag den Raab“, der „Wok-WM“ oder „Unser Star für Oslo“ bringt der Kölner Entertainer Stefan Raab nun seine nächste Showidee ins deutsche Fernsehen.

„Das Ding des Jahres“ ist die neue Erfindershow des Münchener Privatsenders ProSieben und soll der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ Konkurrenz machen. In beiden Formaten geht es um Gründer und ihre Erfindungen, die Systeme der Sendungen sind jedoch grundverschieden. In „Die Höhle der Löwen“, die im letzten Jahr bereits in die sechste Staffel ging, pitchen Unternehmer vor fünf Investoren um ein Investment und die Beteiligung am Unternehmen. Zwangsläufig bringt das auch eine Bewertung der Idee und des Geschäftskonzeptes mit sich, letztendlich geht es aber hauptsächlich ums Geld.

Das große Ideen-Casting

ProSieben zieht sein neues Format nun als Castingshow für Ideen auf. Gründer bewerben sich, um ihre Idee vor dem sogenannten „Kompetenz-Team“ und dem Studiopublikum zu präsentieren. Das „Kompetenz-Team“, bestehend aus Model Lena Gercke, Moderator Joko Winterscheidt und REWE Einkaufschef Hans-Jürgen Moog, bewertet dann das jeweilige Produkt und gibt einen Kommentar ab, am Ende entscheidet aber das Publikum. In dieser Phase geht es noch nicht um Investitionen oder Preise, sondern nur um die beste Idee, um die Erfindung, die von den Zuschauern als am brauchbarsten angesehen wird. Die setzt sich nämlich am Ende einer jeden Sendung gegen die Mitbewerber durch und zieht ins große Live-Finale am Ende der Staffel ein – im Stile einer echten Castingshow.

Im Finale entscheidet dann nicht mehr das Studiopublikum, sondern der Fernsehzuschauer zuhause. Auch hier hat das Kompetenz-Team keinerlei Einfluss auf den Ausgang der Sendung. Im großen Finale gewinnt der Sieger dann ein Werbebudget von 2,65 Millionen Euro, bereitgestellt vom Sender ProSieben. Alle anderen Kandidaten gehen im Rahmen der Sendung leer aus, erhalten aber natürlich durch die Reichweite der Show eine gute Plattform, um eventuell über andere Wege Investoren zu finden.

Entertainment für Innovationsfans

Anders als in „Die Höhle der Löwen“ treten Gründer und ihre Produkte in einen direkten Wettstreit. Nur das Produkt, das das Studiopublikum am Ende einer jeden Sendung am besten findet, erhält weiterhin die Chance auf die hohe finanzielle Summe. In der Gründershow auf VOX muss jedes Produkt als solches vor den Investoren bestehen, unabhängig von eventuellen Konkurrenzprodukten oder gar komplett anderen Erfindungen.

Für den Fernsehzuschauer und Innovationsfan verspricht das neue ProSieben-Format mehr Entertainment. Der Münchener Privatsender drängt zwar in eine Sparte, die VOX bislang mit „Die Höhle der Löwen“ dominiert hat, da sich die Shows in ihrem Aufbau aber deutlich unterscheiden, dürfte den Zuschauer aber eine neue und in diesem Sinne andere Unterhaltung erwarten.

Der Finanzpilot wird die Sendung, in ähnlicher Form wie „Die Höhle der Löwen“, mit ausführlichen Vorberichten, Zusammenfassungen, Kommentaren und weiteren Artikeln begleiten. Die Show startet am Freitag, den 09.02., und Samstag, den 10.02., mit einer Doppelfolge zur Primetime auf ProSieben.

Bildquelle: © ProSieben

auxmoney Banner
Marc Steppke
Über den Autor
Marc Steppke ist seit 2017 bei auxmoney. Neben aktuellen FinTech-News berichtet er über die internationale Wirtschafts- und Finanzbranche.