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Coya
Veröffentlicht am 30 Aug 2017

Coya: InsurTech sammelt Rekordsumme von Top-Investoren ein

Veröffentlicht am 30 Aug 2017
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An dem digitalen Versicherungs-Startup Coya wurde fast ein Jahr unbemerkt gearbeitet. Jetzt erhielt das InsurTech in einer Seed-Finanzierungsrunde über 10 Millionen Dollar von global führenden Investoren, obwohl das Unternehmen noch nicht einmal auf dem Markt ist.

Coya-Marktstart für 2018 geplant

Nachdem der ehemalige Kreditech CIO Andrew Shaw Anfang 2016 seinen Posten verließ verfolgte er das Ziel sein eigenes FinTech-Projekt zu entwickeln. Fast ein Jahr arbeitete er jetzt, zusammen mit 30 weiteren Mitarbeitern, in Berlin an einem Unternehmen, das die „Versicherungsindustrie revolutionieren“ soll. Ein wichtiger Meilenstein bis zum geplanten Markteintritt 2018 ist bereits erreicht: Vor wenigen Tagen wurde bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Versicherungslizenz beantragt. Diese soll neben dem innovativen und technologiebasierten Geschäftsmodell für die Etablierung Coyas als Europas führender digitaler Versicherer sorgen.

„Mit unserem einzigartigen Mix aus Versicherungs-, Technologie- und Data ScienceExpertise haben wir das Geschäftsmodell Versicherung von Grund auf neu durchdacht und definiert. Bei allem, was wir tun, steht der Kunde an erster Stelle, und wir entwickeln eigene hochmoderne Technologie.”

– Andrew Shaw, Gründer und CEO von Coya in der Pressemitteilung vom 29.08.17

Größte Startup-Seed-Finanzierung Deutschlands

Viel mehr ist über das Geschäftsmodell von Coya noch nicht bekannt. Trotzdem reichte die Vision den Wagniskapitalgebern und Business Angels aus, um über 10 Millionen Dollar in der ersten Finanzierungsrunde zu investieren. Damit gehört die Seed-Finanzierungsrunde von Coya zu einer der größten der deutschen Startup-Szene.

Kein Wunder, wenn man sich die lange Liste der namhaften Investoren anschaut. Einer der wohl bekanntesten ist der deutschstämmige US-amerikanische Milliardär Peter Thiel. Er war ein Mitgründer von PayPal und einer der ersten externen Kapitalgeber für Facebook. Mit dem Venture Fund von Valar Ventures, dessen Mitgründer und Vorstandsvorsitzender Thiel ist, investiert er jetzt in das Berliner InsurTech.

„Vom Onboarding bis hin zur Schadenbearbeitung hat es die traditionelle Versicherungsindustrie bislang verpasst, Technologien des 21. Jahrhunderts in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren, entweder weil sie es nicht will oder weil sie es nicht kann – oder höchstwahrscheinlich beides. Coya wird die digitalen Basistechnologien, die Kunden mittlerweile in ihrem Alltag voraussetzen, in jedem Schritt der Customer Journey einbringen – ein einfaches, Mobile- und Web-first Erlebnis, das durch maschinelles Lernen unterstützt wird. Kurzum: Coya wird die Versicherungsbranche in Europa revolutionieren.”

– James Fitzgerald, Partner bei Valar Ventures

Viele Top-Investoren glauben an Coyas Geschäftsmodell

Zu den Lead-Investoren gehören auch die Risikokapitalgeber E.venture und La Famiglia. In letzterem steckt unter anderem das Geld von europäischen Unternehmerfamilien, wie Miele, Swarovski und Siemens. Doch auch viele bekannte Privatinvestoren sehen in Coyas Geschäftsmodell eine erfolgreiche Zukunft. Unter ihnen beispielsweise der Trivago-Chef Rolf Schrömges oder Marco Knauf, Gründervater von true fruits. Auch die ehemaligen Kreditech-Kollegen von Andrew Shaw, Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller, investieren in das junge InsurTech.

Doch nicht nur die Investoren sind in der Branche bekannt – Co-Founder von Coya sind Dr. Peter Hagen, der ehemalige CEO der Vienna Insurance Group, und Sebastian Villarroel, ehemaliger Datenexperte bei Zenmate, Kreditech und Allianz.

Bildquelle: shutterstock.com

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Melina Uhlig
Über den Autor
Melina Uhlig ist Expertin für die aktuellen News aus der FinTech-Branche und der Start-Up-Szene. Sie arbeitet seit 2016 bei auxmoney.