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Veröffentlicht am 18 Jun 2020

Die Corona-Warn-App im Test

Veröffentlicht am 18 Jun 2020
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Lange hat es gedauert, jetzt kann man sie endlich herunterladen – die Corona-Warn-App. Damit soll es möglich sein, Infektionsketten schneller zu durchbrechen. Aber was kann die neue App? Und müssen wir uns Sorgen um unsere persönlichen Daten machen?

Eine mögliche Corona-Infektion schneller erkennen

Ist die App geladen, muss man lediglich Bluetooth einschalten, eine Eingabe von persönlichen Daten ist nicht notwendig. Damit die App das Infektionsrisiko verlässlich einschätzen kann, muss man zudem zulassen, dass Tracing-Daten an andere Smartphones in der unmittelbaren Umgebung gesendet werden dürfen. Dabei werden keine persönlichen Daten oder Standortdaten weitergegeben, es wird lediglich geprüft, ob und wie lange sich andere Smartphones in der Nähe des eigenen Geräts befinden. Bekommt man ein positives Corona-Testergebnis, kann man das freiwillig in der App angeben. Alle Personen, die sich vorher mehr als 15 Minuten in der unmittelbaren Nähe des Infizierten aufgehalten haben, erhalten dann einen verschlüsselten Code. Dann sollte man sich beispielsweise an seinen Hausarzt wenden, um sich auf das Corona-Virus testen zu lassen.

Die App als wirksames Werkzeug im Kampf gegen Corona?

Bei der Handhabung der Corona-Warn-App kann man praktisch nichts falsch machen, da es genügt, sein Smartphone mit der installierten App bei sich zu tragen. Im Zentrum der Anwendung steht die Information über das Risiko, sich anzustecken gemessen an den Begegnungen mit Infizierten. Die Aktualisierung erfolgt allerdings nicht in Echtzeit, sondern nur alle 24 Stunden. Um für Transparenz zu sorgen, beinhaltet die App eine Weiterleitung zu einer ausführlichen Informationsseite. Deutlich schwerer als die tatsächliche Benutzung der App ist es, sie zu finden. Gibt man im App-Store den Begriff „Corona App“ ein, tauchen diverse Ergebnisse auf. Um zur Corona-Warn-App zu gelangen, muss man genau diesen Begriff eingeben. Ein weiteres Hindernis ist das Betriebssystem, da die App nur auf den neusten Modellen funktioniert. Wenn man zum Beispiel „nur“ ein iPhone 5S hat, kann man die App nicht laden. Darüber hinaus basiert die App auf der Bereitschaft, sie herunterzuladen und sein positives Corona-Testergebnis mitzuteilen. Das geht allerdings nur, wenn eine Infektion auch tatsächlich erkannt wird. Wenn man nicht getestet wird, kann auch die App die Infektionskette nicht unterbrechen.

Unser persönliches Fazit zur Corona-Warn-App

Dass die App nun endlich auf dem Markt ist, ist ein wichtiger Schritt zur Eindämmung des Corona-Virus und zur Identifikation der Infektionsketten. Es wurden sämtliche Anstrengungen unternommen, um die persönlichen Daten zu schützen. Man kann sie also guten Gewissens verwenden. Doch ist die App genug? Ohne eine Erweiterung der Testkapazitäten funktioniert die Risikoerkennung nicht zuverlässig. Zudem ist es problematisch, dass Menschen mit älteren Betriebssystemen von der Nutzung ausgeschlossen werden.

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(Seite wird fortlaufend aktualisiert)

Bildquelle: Finanzpilot-Redaktion

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.