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Veröffentlicht am 14 Mai 2020

Nutzen wir durch die Corona-Krise verstärkt digitale Banking-Kanäle?

Veröffentlicht am 14 Mai 2020
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Um die Corona-Pandemie einzudämmen, wurde im März das öffentliche Leben in vielen Bereichen und Ländern weitgehend heruntergefahren. Banken blieben zwar geöffnet, dennoch liegt die Vermutung nahe, dass digitale Kanäle aufgrund einer Minimierung des Ansteckungsrisikos häufiger genutzt wurden. Fragt sich, ob diese Entwicklung ausschließlich auf die Corona-Krise zurückzuführen ist und ob sich damit das Banking-Verhalten der Kunden nachhaltig verändern wird. Das Institut für Finanzdienstleistungen der Hochschule Luzern und die Unternehmensberatung zeb sind dieser Frage nachgegangen.

Krise führt zu stärkerem Bedarf an telefonischer Beratung

Es wurde eine Umfrage unter mehreren Schweizer Banken durchgeführt, wobei telefonische Kommunikation, E-Banking und Mobile Banking untersucht wurden. Die telefonische Beratung in Service-Centern ist grundsätzlich beliebt, bei manchen Banken war sie vor der Krise allerdings leicht rückläufig zum Beispiel durch digitale Kanäle. Zu Beginn der Corona-Pandemie häuften sich die Anrufe flächendeckend, was auch an dem Chaos an der Börse lag. Auch die Telefonaktivität von Kundenberatern verdoppelte sich, als die ersten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft traten. Denn der persönliche Kontakt zu einem Berater ist Kunden vor allem in der Krise wichtig, auch wenn vor Ort keine Beratungsgespräche stattfinden können.

Kaum Corona-Effekte bei Online-Banking und Mobile Banking

Die Entwicklung des E-Banking im Webbrowser hängt stark davon ab, welche Bank man betrachtet. Online-Banking wird grundsätzlich immer beliebter, es gibt allerdings einen leichten Anstieg, der sich auf die Corona-Krise zurückführen lässt. Dieser Corona-Effekt konnte beim Mobile Banking nicht festgestellt werden. Hier ist das Wachstum generell hoch. 54 Prozent der Befragten nutzen das Smartphone oder Tablet als Zugang zur Bank. In diesem Jahr konnten vor allem die Banken in dem Bereich einen Anstieg generieren, die im letzten Jahr digital noch weniger gut aufgestellt waren und die noch nicht so viele Kunden hatten, die Online-Banking nutzten.

Mobile Payment und kontaktlose Bezahlmethoden besonders beliebt

Die Corona-Krise sorgt also nicht dafür, dass eine Transformation des Bankings hin zu den digitalen Kanälen stattfindet. Die Nutzungszahlen steigen zwar, allerdings ist die Corona-Pandemie nicht der Grund dafür. Zudem bleibt die persönliche Beratung, auch am Telefon, vor allem in Krisenzeiten weiterhin wichtig. Festgestellt werden konnte ein Corona-Effekt hingegen bei Mobile Payment Verfahren und kontaktlosem Bezahlen. Beides hat sich verstärkt.

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(Seite wird fortlaufend aktualisiert)

Bildquelle: © Getty Images

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.