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Veröffentlicht am 24 Sep 2020

Corona macht Augmented Reality im Handel interessanter

Veröffentlicht am 24 Sep 2020
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Die Corona-Krise verändert unser Shopping-Erlebnis. Man muss eine Maske tragen, vor den Geschäften bilden sich lange Schlangen und die Umkleiden sind oft geschlossen. Das stellt die Händler vor die Frage, wie sie ihre Kunden halten können. Augmented Reality (AR) kann insbesondere in der Krise sowohl den stationären Handel als auch den Einkauf im Online-Shop bereichern. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie.

Steigendes Interesse an Augmented Reality

Augmented Reality – was ist das eigentlich? Kurz gesagt werden virtuelle Informationen, wie Texte, Grafiken oder auch Töne, über eine Simulation in die reale Welt integriert. Dazu benötigt man in der Regel eine Smartphone-App. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Videospiele und Museumsführungen werden dadurch lebendiger, Brillen und Kleidung kann man „anprobieren“ und Möbel probeweise im Raum positionieren. Auch der richtige Lippenstift lässt sich so finden. Online haben bereits 19 Prozent der Befragten die AR-Technologie genutzt, im Geschäft selbst waren es 13 Prozent. Allerdings sind 52 Prozent interessiert daran und bereit, sie auszuprobieren. Am beliebtesten ist AR bei Männern und in der Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen.

Besseres Einkaufserlebnis beim Online-Shopping durch AR

Einige Online-Shops haben die Augmented Reality Technologie bereits eingebunden. So können sich die Kunden ein besseres Bild davon machen, was sie kaufen und müssen es am Ende seltener zurückschicken. Mehrere Teilnehmer der Studie gaben zudem an, dass der Einkauf mit Augmented Reality schneller geht, dass der Einsatz der Technologie Spaß macht und dass man in der Pandemie ohnehin besser online einkauft.

Corona-Krise bringt Augmented Reality in die Geschäfte

Auch im stationären Handel kann Augmented Reality eingesetzt werden. Zusätzliche Inhaltsstoffe oder Informationen zu Produkten können damit anschaulich dargestellt werden. Zudem gibt es sogenannte AR-Spiegel, womit man Kleidungsstücke virtuell und ganz ohne Umkleide anprobieren kann. So weiß man sofort, ob das Kleidungsstück einem steht und passt. Kommt also nach dem kontaktlosen Bezahlen jetzt auch das kontaktlose Shoppen? Bisher ist Augmented Reality im stationären Handel kaum verbreitet. Doch das könnte sich durch die Corona-Krise ändern. 37 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sich ihre Bereitschaft, AR zu nutzen durch die Pandemie gesteigert hat.

Wie Kundensorgen ausgeräumt werden können

Händler, deren Kunden Datenschutzbedenken haben und nicht bereit sind, eine App herunterzuladen, können alternativ anbieten, AR-Anwendungen im Web zu benutzen. In jedem Fall lohnt es sich, aktiv auf die Kunden zuzugehen, sie zu ermutigen und Feedback einzuholen. Der Aufwand, den die Implementation mit sich bringt, kann sich durchaus lohnen: 40 Prozent der AR-Nutzer sind bereit, mehr Geld für ein Produkt auszugeben, das sie vorher mit Augmented Reality ausprobieren konnten. Nicht nur die Kunden, sondern auch die Händler können also am Ende davon profitieren.

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Bildquellen: © GetApp
© Getty Images

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.