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Bitcoin Crash und seine Ursachen
Veröffentlicht am 23 Mai 2018

CFTC gibt offizielle Auskunft bezüglich Derivate virtueller Währungen

Veröffentlicht am 23 Mai 2018
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Die amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat Anfang der Woche offiziell einen groben Leitfaden für den Handel von Derivaten virtueller Währungen veröffentlicht. Dieser soll vor allem Handelsplattformen und Börsen unter die Arme greifen, die planen, den Handel mit entsprechenden Finanzprodukten wie etwa Bitcoin-Futures anzubieten. Damit könnten Kryptowährungen wie der Bitcoin weiter in die Finanzindustrie integriert werden, was unter anderem auch von einer internationalen Regulierung etwa im Rahmen vom G20-Gipfel 2018 erwartet wird.

Größere Transparenz für Anbieter von Krypto-Derivate-Handel

Die einem groben Leitfaden gleichkommende Notiz, die die CFTC in einer Pressemitteilung beschreibt, enthält vor allem Punkte, die nach Ansicht der Regulierungsbehörde besonders kritisch zu bewerten sind. Dazu gehören unter anderem die Koordinierung mit der Behörde und die Überwachung des Marktes. Mit den nun ausgeführten Erwartungen erhofft sich die CFTC, Börsen und Handelsplattformen entgegenzukommen, die Produkte wie Bitcoin-Futures rechtskonform anbieten möchten. Bisher werden solche Derivate in den USA nur von den Chicagoer Börsen CME und CBOE seit Ende letzten Jahres angeboten. Danach wurde das Angebot weiterer derartiger Finanzprodukte zunächst von den Regulierungsbehörden rigoros abgeblockt, was auch für Bitcoin-ETF– und Blockchain-ETF-Produkte gilt, wobei letztere nach dem Streichen des Wortes Blockchain immerhin weiter angeboten werden durften.

Die CFTC stand daraufhin in der Kritik, die ersten Bitcoin-Futures nicht genug geprüft zu haben und im Anschluss daran nicht transparent genug Maßgaben für solche Produkte nach außen kommuniziert zu haben. Offenbar möchte die Behörde diesem nun entgegenwirken. Der Zeitpunkt fällt dabei mit den Maßnahmen anderer großer Finanz-Institutionen zusammen, zu denen etwa die mächtige Regulierungsbehörde SEC, die Großbank Goldman Sachs oder auch das Unternehmen hinter der New Yorker Börse gehören. Außerdem mehren sich die Gerüchte, nach denen die CME bald auch die Einführung von einem Ethereum-ETF plant. Der Bitcoin und andere Kryptowährungen könnten damit auf breiter Front in ein regulatorisches Netzwerk integriert werden.

Bildquelle: Shutterstock

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.