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Bundesregierung sieht keine Gefahr in Kryptohandel
Veröffentlicht am 19 Jun 2018

Kryptohandel: Bundesregierung sieht Kryptowährungen nicht als Gefahr

Veröffentlicht am 19 Jun 2018
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Neuigkeiten zum Kryptohandel: In einer offiziellen Mitteilung haben sich Vertreter der Bundesregierung für die Notwendigkeit von Regulierungsmaßnahmen zur Kontrolle von Kryptowährungen ausgesprochen. Gleichzeitig gehen sie davon aus, dass digitale Währungen keine Gefahr für die internationale Finanzstabilität darstellen.

Die Bundesregierung begründet diese Aussage mit der Tatsache, dass das Transaktionsvolumen der Kryptowährungen im Vergleich zu derzeitigen Finanzströmen sehr gering ausfiele. Diese Bewertung wird auch von anderen G20-Staaten geteilt. Dennoch soll die Entwicklung weiter beobachtet und erste Vorschläge zur Regulierung von Kryptowährungen auf dem G20-Gipfel 2018 im Juli diskutiert werden.

Kryptohandel stellt keine Gefahr dar

Weiterhin weist die Bundesregierung auf ihre Antwort bezüglich einer parlamentarischen Anfrage der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hin. Die AfD nennt in ihrem Schreiben Geldwäsche, illegale Einnahmen, Finanzierung von Terrorismus und Online-Glückspiel als vermeintliche Risikopotenziale von Kryptowährungen. Diese Gefahren werden von der Bundesregierung zwar wahrgenommen, aber noch nicht als kritisch eingestuft. Handlungsbedarf sieht sie dennoch und nennt als konkrete Maßnahme die aktuellen Anti-Geldwäschebestimmungen für deutsche Kryptohändler. Insbesondere im Bereich der Identitätsprüfung sind die gleichen Sicherheitsvorschriften einzuhalten, wie bei traditionellen Finanzgeschäften. Diese Voraussetzung gewährleistet einen hohen Sicherheitsstandard und schränkt mögliche Gefahren potenziell ein.

Weiterhin führt die Bundesregierung in ihrer Mitteilung an, dass für den kommerziellen Handel mit Kryptowährung eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erforderlich ist. Auf Grund dieser Bestimmung sind kriminelle Handlungen deutlich erschwert. Aber auch auf internationaler Ebene ist eine enge Zusammenarbeit notwendig, um einheitliche Regelungen zu gewährleisten. Aus diesem Grund drängt die Bundesregierung auf „einen harmonischen Umgang mit Krypto-Tokens“.

IWF teilt Meinung der Bundesregierung

Der internationale Währungsfond (IWF) teilt in einem Bericht vom April 2018 diese Meinung. Darin bekräftigt das Gremium, dass Kryptowährungen keine Bedrohung für die internationale Finanzstabilität darstellen. Als Begründung führen die Experten ähnliche Punkte auf, wie die deutsche Regierung.

Beitragsbild Bildquelle: Shutterstock

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.