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Bitcoin und Co. wieder auf dem aufsteigenden Ast
Veröffentlicht am 07 Feb 2018

Bitcoin & Co. schaffen die Wende: Zweistellige Kursgewinne

Veröffentlicht am 07 Feb 2018
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Die Achterbahnfahrt des Bitcoin-Kurs geht weiter: Nachdem die Kryptowährung zusammen mit dem gesamten restlichen Markt über die letzten Tage abgestürzt ist und innerhalb einer Woche ungefähr 40 Prozent seines Wertes einbüßte, geht es nun schon wieder rasant nach oben. Die Gründe sind dabei höchst interessant.

Senats-Anhörung in den USA überraschend Bitcoin-positiv

Eigentlich vermuteten viele Szene-Beobachter einen noch größeren Sturz, zumal gestern in den USA eine wichtige Anhörung anstand. Vor dem Senats-Komitee, das unter anderem für Banken zuständig ist, erschienen mit Jay Clayton von der Securities Exchange Commission (SEC) und Christopher Giancarlo von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zwei der wichtigsten Entscheider im Bereich finanzielle Regulierung zur Anhörung. Das Thema: der Bitcoin, Kryptowährungen und ICOs. Das Skript der Rede von Clayton war dabei bereits im Vorfeld veröffentlicht worden. Diese war zwar vorsichtig formuliert, erlaubte jedoch auch eine aggressivere Interpretation.

Tatsächlich war der Tenor aber wesentlich Bitcoin-positiver, als viele erwartet hatten. Clayton zeigte sich tatsächlich sehr vorsichtig, was Regulierungen des Bitcoin angeht, und konzentrierte sich stattdessen vor allem auf ICOs. Sein Kollege Giancarlo offenbarte sogar eine überraschend positive und neugierige Sichtweise gegenüber virtuellen Währungen. Es wurde deutlich: Die Bundesbehörden wollen die Innovation, die sich derzeit auf dem Finanzmarkt abspielt, nicht künstlich bremsen. Zwar sollen einige Aspekte künftig deutlich besser reguliert werden (beispielsweise ICOs und Handelsplattformen), doch allzu große Barrieren sollen Kryptowährungen in Zukunft offensichtlich nicht gesetzt werden.

Bitcoin und andere Kryptowährungen steigen rasant

Beflügelt von den positiven Nachrichten aus dem Senat stiegen die Kurse im Anschluss an die Anhörung steil nach oben. Mittlerweile hat der Bitcoin die Schwelle von 8.000 US-Dollar wieder überschritten, nachdem er vor nicht einmal zwei Tagen noch bei nur knapp über 6.000 Dollar lag. Die Bewegung nach oben erfasste dabei den gesamten Markt und ließ kaum eine einzelne Währung aus. Ähnlich synchron zeigten sich die Kryptowährungen bereits bei den letzten großen Korrekturen und Anstiegen. Manche Experten prophezeien für dieses Jahr bereits wieder astronomische Kurse von bis zu 50.000 Dollar pro Bitcoin. Wo die Kurse sich am Ende einpendeln, kann aber niemand mit Sicherheit sagen.

Ein Grund für die jetzige Kurserholung ist sicherlich auch, dass ein offener aber regulierter Kryptomarkt für institutionelle Investoren wesentlich attraktiver ist als ein unregulierter Markt wie jetzt. Obwohl Regulierungen das eigentliche Ideal hinter dem Bitcoin verletzen, könnten sie also letztlich für deren Aufwertung sorgen. Der Spagat ist jedoch kein leichter und das Thema Regulierung damit immer noch eines, das von vielen Ängsten verfolgt wird. Am Beispiel China wird deutlich, dass es je nach Staatsräson bis zum kompletten Ausschluss vom internationalen Markt getrieben werden kann. Die große Unsicherheit ist letztlich einer der größten Schuldigen hinter Crashes wie jetzt diese Woche.

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.