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Bitcoin
Veröffentlicht am 21 Dez 2017

Bitcoin-Update: Die News der letzten Tage im Überblick

Veröffentlicht am 21 Dez 2017
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Es ist lange her, seit ein Thema die Finanzwelt so dominiert hat. Die Rede ist natürlich vom Bitcoin bzw. von Kryptowährungen allgemein. Um den Überblick zu bewahren, gibt es hier die wichtigsten Ereignisse der Bitcoinsphäre seit unserem letzten Update im Überblick:

Großer Absturz: Bitcoin fällt wieder unter 17.000 US-Dollar

Bitcoin Logo

Quelle: en.bitcoin.it

Nachdem der Bitcoin über das Wochenende an der magischen Grenze von 20.000 US-Dollar schnupperte (und diese nach einigen Angaben bei bestimmten Plattformen auch überschritt), legte der Index über den Montag und Dienstag hinweg eine wahre Bruchlandung hin und fing sich erst am Mittwoch bei deutlich unter 17.000 Dollar wieder. Dies war der größte Einbruch seit dem Börsenstart der Kryptowährung in den USA. Derzeit dümpelt der Bitcoin um die 17.000-Dollar-Marke herum, ohne große Bewegungen nach oben oder unten. Wer sich den Bitcoin-Kurs genauer anschaut, erkennt allerdings, dass es Ende letzter Woche eine sehr ähnliche Situation war, bevor die Preise zum Wochenende hin auf einmal stark anzogen. Ob sich die Geschichte wiederholt, wird sich zeigen:

Hinweis:
Eindeutige Preise für den Bitcoin lassen sich kaum festmachen, da diese je nach Plattform unterschiedlich ausfallen können.

Laut dem Manager Magazin könnten die Tweets eines einflussreichen japanischen Anlegers, in denen er angab, Bitcoin zu verkaufen, einen Anteil an dem Kursabsturz haben. Die Gründe dürften aber auch zu einem großen Teil bei den nachfolgenden Neuigkeiten liegen.

Große Turbulenzen bei Coinbase: Handelsstart des Bitcoin Cash gerät zum Debakel

Coinbase Logo

Quelle: Coinbase

Unter den teilweise eher zwielichtigen Plattformen für Kryptowährungs-Handel gehört Coinbase bzw. GDAX eindeutig zu den seriöseren Anbietern. Kürzlich schaffte es das Unternehmen sogar auf die vielbeachtete Fintech100-Liste von KPMG und H2 Ventures. Am Dienstag überraschte die Seite selbst Branchenkenner mit der Ankündigung, auch den Handel von Bitcoin Cash, einem Ableger des Bitcoin, anzubieten – ab sofort. Ganze zwei Minuten, nachdem der Handel dann offiziell möglich war, wurde das Ganze aber schon wieder ausgesetzt. Der Grund: Extreme Kursschwankungen innerhalb kürzester Zeit.

Schnell erhärtete sich der Verdacht des Insider-Tradings. Offenbar hatten Mitarbeiter trotz eines eindeutig ausgesprochenen Verbots im Vorfeld des Live-Gangs mit Bitcoin Cash gehandelt und damit ihr Wissen ausgenutzt. Trotz einer Reihe hastig abgesetzter Tweets und eines Blog-Updates hat der Vorfall das Vertrauen vieler Anleger in die Plattform erschüttert, so zumindest der Eindruck, den die zahllosen Kommentare erwecken. Mittlerweile ist der Handel mit Bitcoin Cash in US-Dollar wieder über Coinbase möglich.

Nach Hacker-Angriff: Handelsplattform Youbit meldet Konkurs an

Mit einem Problem anderer Art musste sich am Dienstag die südkoreanische Handelsplattform Youbit herumschlagen. Laut Reuters meldete diese nach dem bereits zweiten Hacker-Angriff in diesem Jahr Konkurs an. Durch die neuerliche Attacke gingen den Angaben nach 17 Prozent des verwalteten Vermögens des Unternehmens verloren. Diesen Verlust bekommen nun alle Kunden von Youbit zu spüren, deren Einlagewert pauschal um 25 Prozent reduziert wurde. Youbit gehört zu den eher kleineren Kryptowährungsplattformen in Korea hinter dem Branchen-Primus Bithumb.

Robert Bosch VC investiert in IOTA

Zum Abschluss noch eine Meldung, die kaum etwas mit den Preiskapriolen des Bitcoin zu tun hat: Die Robert Bosch Venture Capital (RBVC) investiert in größerem Stil in die Bitcoin-Alternative IOTA. Die IOTA-Foundation, die hinter dem Coin steht, ist in Deutschland ansässig und vermarktet ihr Produkt vor allem als technologische Innovation für Unternehmen. Die Grundlage dafür bildet die sogenannte „Tangle“-Technologie, die eine Weiterentwicklung zur vom Bitcoin genutzten Blockchain darstellt und künftig für die Steuerung von industriellen Prozessen in Unternehmen genutzt werden könnte.

Bildquelle: shutterstock.com

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.