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Negative Bitcoin Prognose auf Grund Bithumb Hacks?
Veröffentlicht am 22 Jun 2018

Bitcoin Prognose – zwingt der Bithumb Hack den Bitcoin Kurs in die Knie?

Veröffentlicht am 22 Jun 2018
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Wie sieht die Bitcoin Prognose nach dem Bithumb Hack aus? Eher schlecht, wenn man die aktuelle Situation betrachtet. Dennoch handelt es sich eher um eine kurzfristige Einschätzung. Langfristig könnte der Bitcoin Kurs wieder steigen.

Am 20. Juni 2018 hat die südkoreanische Kryptobörse Bithumb offiziell einen Angriff auf ihre Börse mitgeteilt. Die Hacker haben dabei Kryptowährungen, v.a. Ethereum und Ripple, in Wert von ca. 30 Mio. US Dollar erbeutet. Seitdem versucht die Börse die noch vorhandenen Kryptowährungen sicher zu lagern, indem sie auf eine sogenannte „Cold Wallet“ transferiert werden. Eine Cold Wallet ist nichts anderes als ein Speicherplatz, der nach erfolgreicher Transaktion offline gestellt wird. Ohne Anbindung ans Internet ist es für Hacker unmöglich auf die Kryptowährungen zuzugreifen. Das macht die Cold Wallet besonders sicher.

Angriff belastet Gesamtnetzwerk

Auf Grund des Angriffs sind in den letzten Tagen die durchschnittlichen Transaktionsgebühren erheblich gestiegen. Die Transaktionskosten sind dabei von etwa 0,50 US Dollar auf rund 3 US Dollar pro Transkation gestiegen. Ebenso hat sich die durchschnittliche Bestätigungszeit der Transaktionen mehr als verdreifacht und beträgt aktuell rund 20 Minuten.
Bithumb hat die Transaktionsgebühren drastisch erhöht, um das Kapital schnellstmöglich auf ihre Cold Wallet zu transferieren. Dafür sind die Betreiber bereit mehr als das 100-fache als die übliche Gebühr für eine Transaktion zu zahlen. Ob es sich um eine Sicherheitsmaßnahme oder eine Weiterführung des Hackerangriffs darstellt ist bis dato unklar. Fest steht jedoch, dass die Aktion das gesamte Netzwerk belastet.

Bithumb gewährleistet Anlegersicherheit

Direkt nach dem Angriff hat Bithumb seine Anleger direkt beruhigt und per Twitter die Sicherheit der Anlagen in Höhe von rund 30 Mio. US Dollar gewährleistet. Gleichzeitig haben sie den gesamten Zahlungsverkehr gestoppt, sodass zum derzeitigen Augenblick weder Ein- noch Auszahlungen möglich sind.

Hackerangriff nur gefaked?

Bithumb gilt laut der Analyseplattform Coinmarketcap als die 6. größte Kryptobörse nach Handelsvolumen. Dementsprechend hoch sollten die Sicherheitsbestimmungen sein. Zudem handelt es sich dabei um den zweiten Hackerangriff innerhalb kürzester Zeit auf eine südkoreanische Börse. Zuvor hat es den lokalen Anbieter Coinrail erwischt. Nach Informationen des Twitter Accounts Pandawhale soll es sich demnach um keinen Zufall handeln. Bithumb erwarten Steuerzahlungen in Höhe von etwa 30 Mio US Dollar, also in etwa die Summe, die jetzt erbeutet wurde. Die Börse war einer der großen Profiteure vom immensen Anstieg des Bitcoin Kurses 2017. Der Hackerangriff könnte somit nur vorgetäuscht worden sein, um den Behörden zu entgehen. Die Hypothese scheint zwar gewagt, aber dennoch möglich. Zudem gilt Pandawhale als seriöse Informationsquelle innerhalb der Szene mit fundiertem Insiderwissen und einem guten Netzwerk.

Bitcoin Kurs kurz vor dem Ausbruch?

Gleichzeitig zeigt sich Pandawahle positiv bezüglich der Bitcoin Prognose. Aktuell häufen sich die Nachrichten vom Einstieg intentioneller Anleger und Großbanken wie Goldman Sachs und J.P. Morgan. Auch die Politik denkt vermehrt über eine Regulierung von Kryptowährungen nach. Diese Faktoren könnten zu einer Steigerung der Akzeptanz führen. Eine Wertsteigerung von Bitcoin, Ethereum und Co. wären demnach die logische Konsequenz. Prognosen von bis zu 50.000 US Dollar bis Ende des Jahres, wie es der BitMEX CEO Arthur Hayes vor kurzen vorhersagte, scheinen dann durchaus realistisch.

Beitragsbild Bildquelle: Shutterstock

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.