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Bitcoin-Kurs Prognose: Experten sind optimistisch
Veröffentlicht am 24 Mai 2018

Bitcoin-Preis-Manipulation offenbar im Fokus des US-Justizministeriums

Veröffentlicht am 24 Mai 2018
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Der Bitcoin ist wieder einmal im Fokus von Wettbewerbshütern, diesmal aber auf allerhöchster Ebene: Laut einem Bericht von Bloomberg stellt das US-amerikanische Justizministerium eine Untersuchung an, um mögliche Bitcoin-Preis-Manipulationen aufzudecken. Auch Ethereum wird offenbar untersucht.

Bitcoin-Preis und Ethereum-Preis durch Spoofing und Wash Trading manipuliert?

Das US-Justizministerium arbeitet dem Bericht nach mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammen, die erst kürzlich einen groben Leitfaden für Bitcoin-Derivate veröffentlicht hatte. Hintergrund der Untersuchung sei die Sorge, dass Handelsplattformen für die Abwicklung von Bitcoin-Handel nicht aktiv genug gegen Manipulation vorgehen. Auch die teils sehr starken Preisausschläge und der Mangel an Regulierungen im Vergleich zu klassischen Finanzmarktprodukten werden als Gründe genannt. Den Quellen nach – laut Bloomberg handelt es sich um vier nicht genannte Personen, die Einblick in den Prozess haben – stehe die Untersuchung, die auch Ethereum abdecken soll, noch ganz am Anfang.

Zu den möglichen Manipulationstaktiken, die das Departement of Justice (DOJ) nun untersucht, gehörten unter anderem Spoofing und Wash Trading. Mit Spoofing bezeichnet man das Aufgeben vieler Kauf- oder Verkaufs-Aufträge auf einmal, die andere Marktteilnehmer zu einer Reaktion anstiften sollen, jedoch selbst vor der Ausführung storniert werden. Wash Trading wiederum beschreibt die Praktik, Transaktionen mit sich selbst durchzuführen, um ein höheres Handelsvolumen vorzutäuschen. Dass Wash Trading ein Problem auf dem Kryptomarkt darstellt, hatte unlängst eine privat angelegte Studie nahegelegt.

Bitcoin-Regulierung setzt sich weiter fort

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum bewegen sich immer noch weitestgehend außerhalb staatlicher Regulierungen, da sie als Finanzprodukt nur schwer einzustufen sind, was auch ein aktueller Report der Federal Reserve Bank of San Francisco aufzeigt. Nach Jahren, in denen virtuelle Währungen kaum von Gesetzgebern und Regulierungsbehörden beachtet wurden, bewegt sich der Markt nun in Richtung einer rigorosen Regulierung, wobei diese unter anderem aufgrund der teils sehr unterschiedlichen Ansätze weltweit Schwierigkeiten bereitet. Nicht zuletzt deswegen hoffen viele Beobachter auf eine globale Regelung im Rahmen vom G20-Gipfel 2018 in Buenos Aires.

Auch traditionelle Finanzinstitutionen, die bislang Kryptowährungen sehr skeptisch gegenüberstanden, zeigen sich mehr und mehr offen gegenüber der Innovation, was sich etwa am Beispiel Goldman Sachs eindrucksvoll zeigen lässt. Mit betroffen ist auch das Reizthema ICOs, um das sich in den USA vor allem die Securities and Exchange Commission (SEC) kümmert, welche sich ebenfalls offen für eine faire Regulierung zeigt. Anders als viele Beobachter zu Anfang des Hypes befürchtet haben, wollen staatliche Behörden in den USA Kryptowährungen nicht verbieten wie etwa in China, sondern stattdessen geregelt in den Finanzmarkt integrieren.

Bitcoin-Preis stürzt ab – Bitcoin-Preis-Prognose schwierig

Der Bitcoin-Preis unterdessen befindet sich derzeit tief in der Verlustzone. Schon vor der neuen Meldung hatte sich der Bitcoin-Kurs in den letzten Tagen vor allem nach unten entwickelt. Kurz nach der Veröffentlichung verschärfte sich der Absturz noch einmal. Derzeit liegt der Bitcoin-Kurs laut Coinmarketcap bei deutlich unter 7.500 Dollar, dem niedrigsten Wert seit Anfang April. Eine Bitcoin-Preis-Prognose kann allerdings nur sehr schwer gegeben werden, zumal noch andere Faktoren den Bitcoin-Kurs zuletzt abstürzen lassen. Langfristig könnte eine klare staatliche Regulierung durchaus positive Auswirkungen auf die Kursentwicklung haben, wenn sich institutionelle Investoren in die neue Produktklasse trauen.

Bildquelle: Shutterstock

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.