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Bitcoin-Kurs vor weiterem Kursanstieg?
Veröffentlicht am 06 Jun 2018

Neue Bitcoin-Kurs Rally nach Start der Handelsplattform VCTrade?

Veröffentlicht am 06 Jun 2018
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Am 04. Juni 2018 hat der japanische Finanzdienstleister SBI Holdings in einer offiziellen Presseerklärung die Eröffnung der internen Krypto-Börse VCTrade bekannt gegeben. Bereits im Oktober 2016 wurden erste Pläne des Projekts veröffentlicht. Damit erschließt die Plattform zunächst etwa 20.000 neue Kunden, die frisches Geld in den zuletzt leidenden Kryptomarkt pumpen könnten. Weitere Kunden könnten nach erfolgreichen Markteintritt folgen. Neben Bitcoin profitieren vor allem Ripple und Bitcoin Cash vom neuen Kundensegment.

SBI Holding strebt Vorreiterstellung im Handel mit Kryptowährungen an

Die SBI Holding hatte schon im Jahre 2016 gemeinsam mit ihrer Tochterfirma SBI Virtual Currency erste Vorschläge für einen globalen Standard für den Handel mit digitalen Vermögenswerten präsentiert. Der Fokus lag dabei auf einem hohen Kundenfokus im innovativen Dienstleistungsgeschäft für Finanzmittel. Auf Grund strenger Regularien und behördlicher Einschränkungen hatte sich die Veröffentlichung des Projekts jedoch stets verschoben. Nun wurde die Idee endlich in die Tat umgesetzt. VCTrade, so der Name des Serviceprodukts, ermöglicht registrierten Nutzern den Handel mit Kryptowährungen. Zunächst ist dies lediglich mit Ripple (XRP) möglich. Nach erfolgreicher Pilotphase sollen auch Bitcoin (BTC) und Bitcoin Cash (BCH) folgen. Dabei arbeitet die SBI Holding mit der SECOM Group zusammen, die auf IT-Sicherheitssysteme spezialisiert ist. Die Kooperation mit der bedeutenden Krypto-Börse Huobii wurde hingegen aus Kostengründen Anfang 2018 beendet.

Bitcoin-Kurs könnte als Folge erheblich steigen

VCTrade ermöglicht ihren Kunden nicht nur den Handel mit Kryptowährungen, sondern bietet ihnen zugleich eine innovative Infrastruktur ohne Transaktionskosten auf Basis der Blockchain-Technologie. Finanzgeschäfte, Banküberweisungen und sonstige Dienstleistungen sollen so deutlich günstiger werden. Damit hätten Kryptowährungen einen ersten konkreten Anwendungsfall im institutionellen Umfeld. Die erheblichen Vorteile gegenüber traditionellen Systemen könnten zu einer Verschiebung der Marktmacht in Richtung Bitcoin und Co. führen. Auf Grund der erhöhten Akzeptanz könnte der Bitcoin-Kurs deutlich ansteigen.
Bisher gestaltet sich die Investition in Kryptowährungen umständlich und komplex. Vor allem Personen mit wenig technischem Bezug scheitern an hohen Hürden und zahlreichen Registrationsprozessen. Gleichzeitig ist das Vertrauen in die Sicherheit der digitalen Währungen noch nicht gegeben, schließlich befinden sich zahlreiche Börsen in China und bewegen sich im gesetzlichen Graubereich. VCTrade könnte professionellen Anlegern und Nutzern ohne technisches Fachwissen die Hemmschwelle soweit nehmen, dass auch sie den Einstieg in den Kryptomarkt wagen. Sollte sich die Plattform erfolgreich durchsetzen, könnten weitere Börsen in den USA und Europa folgen und die Kurse weltweit beflügeln. Bereits jetzt steht der Kryptohandel 2018 bei jeder fünften Finanzinstitution auf der Agenda.

Geschäftsführer der SBI Group zeigt sich zuversichtlich

Yoshitaka Kiato, Geschäftsführer der SBI Group, zeigt sich trotz der ambitionierten Ansprüche durchaus selbstbewusst und positiv: „Wenn wir das machen, wird es innerhalb kürzester Zeit die Nummer eins sein“, so Kitao in einem Interview vom 04. August 2018. Weiterhin führt er fort: „Selbst wenn eine enorme Anzahl an Kunden kommt, können wir ein System aufbauen, das es aushält. Wir müssen die Sicherheit gründlich verfolgen“.

Informationen zur SBI Group

Die SBI Group ist ein international tätiges Finanzunternehmen mit Sitz in Tokio. Es beschäftigt mehr als 5.000 Angestellte und ist mit mehr als 630 Mio. Euro bewertet. Mit VCTrade bringt das Unternehmen als erstes traditionelles Finanzinstitut eine Börse für Kryptowährungen auf den Markt.
Hinter der SBI Group befindet sich das japanische Konglomerat Softbank. Über den „Vision Fund“ investiert das Unternehmen des Visionärs Masayoshi Son in Technologiekonzerne weltweit, darunter Uber, Alibaba und Katerra. Damit ist Softbank nicht allein. Jährlich investieren Venture-Capital Fonds Milliarden in Start-Up Unternehmen aus aller Welt. Ein erheblicher Teil fließt dabei in innovative Finanzunternehmen, in Folge dessen sich Fintech Investments auf Rekordhoch befinden.

Beitragsbild Bildquelle: Shutterstock

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.