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Der Bitcoin erholt sich, Stellar hebt ab
Veröffentlicht am 24 Jan 2018

Der Bitcoin erholt sich, Stellar hebt ab

Veröffentlicht am 24 Jan 2018
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Der Bitcoin und Kryptowährungen insgesamt fahren weiter auf ihrer wilden Achterbahnfahrt. Nachdem es gestern wieder massive Kursverluste gegeben hatte, sieht die Krypto-Welt heute im Vergleich schon wieder deutlich rosiger aus. Der Markt bewegt sich als Ganzes nach oben, dementsprechend erhält auch die Marktkapitalisierung insgesamt Auftrieb: Nach unter 500 Milliarden US-Dollar gestern, liegt der Wert derzeit wieder bei über 530 Milliarden.

Bitcoin und Ethereum erholen sich, der Rest folgt

Bitcoin erholt sich

Wer sich die Wertentwicklung der allermeisten Kryptowährungen in den letzten 24 Stunden anschaut, sieht sehr viel Grün. Für den Bitcoin konkret ging es nach einem kurzen Absturz unter 10.000 Dollar nun wieder auf fast 11.000 Dollar. Auf diesen Wert hatte sich der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Wochen häufig eingependelt mit Ausreißern nach oben und unten von meist nicht mehr als 2000 Dollar. Ethereum indes hat ebenfalls den Sprung auf die psychologisch wichtige Marke von 1.000 Dollar geschafft, allerdings nur äußerst knapp. Ob es so bleibt, wird sich zeigen. Ein wichtiger Faktor ist auch weiterhin das Auslaufen der Future-Contracts der CME am Freitag. Apropos Futures: In einem Interview hat sich die US-Börse Nasdaq nun offiziell zum Stand von möglichen Bitcoin-Futures geäußert. Offenbar ist die Börse hier noch in der Vorbereitungsphase. Mit einem Angebot in den nächsten Wochen ist damit wohl nicht zu rechnen.

Stellar – Die Rakete hebt ab

Bitcoin erholt sich

Quelle: Coinmarketcap

Die Kryptowährung, die am heutigen Vormittag unter den wichtigsten Werten am meisten hervorsticht, ist Stellar. Nicht ohne Grund, so scheint es, trägt der Coin als Symbol eine Rakete. Im Moment fällt Stellar mit traumhaften Wertzuwächsen von weit über 10 Prozent im 24-Stunden-Vergleich auf. Zwar ging es für den Coin ebenso wie für die meisten anderen in den letzten Wochen auch viel abwärts, doch zumindest die jüngsten Korrekturen scheint die Kryptowährung verhältnismäßig besser als andere verkraftet zu haben. Allerdings muss man dazu sagen, dass Stellar derzeit immer noch gut 40 Prozent unter seinem Höchststand von Anfang Januar liegt. Der Kryptomarkt als Ganzes ist indes nur um ca. 36 Prozent gefallen. Der sichere Weg „to the moon“ is Stellar damit nicht. Aber einen Blick wert ist der Coin definitiv, zumal das technologische Konzept auf den ersten Blick sehr stark an das von Ripple erinnert.

Wieder schlechte Presse für IOTA

Bitcoin erholt sich

Quelle: Coinmarketcap

Die zentral in Deutschland verwaltete Kryptowährung IOTA, die sich als Zahlungsmittel zwischen Maschinen im Internet der Dinge etablieren will, hat derzeit viel mit schlechter Presse zu kämpfen. Schon Ende November hatte es große Missverständnisse gegeben, was die Art der Kooperation zwischen IOTA und Microsoft angeht. Danach stand die Währung wegen gehackter Wallets in den Schlagzeilen. Nun folgt eine Analyse durch den Hedgefond Multicoin Capital, der zu dem Ergebnis kommt, dass der Coin bei seinem derzeitigen Preis von ca. 2,50 Dollar deutlich überbewertet sei. Zwar sei die technologische Grundlage sehr vielversprechend, doch das zentralisierte Design, die Notwendigkeit von Hardware-Änderungen bei Geräten, Volatilität bei der Netzwerkstabilität und Schwächen im Software-Code der Währung seien große Probleme, die die Analysten skeptisch stimmten.

Immerhin, es gibt auch etwas Gutes zu berichten: IOTA hatte kürzlich eine Kooperation mit dem Chief Digital Officer von VW, Johann Jungwirth, bekannt gegeben.

News aus Südkorea – Der anonyme Handel ist bald Geschichte

Bitcoin erholt sich

Quelle: Coinmarketcap

Es kann keine News zu Kryptowährungen veröffentlicht werden, ohne Bezug auf Südkorea zu nehmen. Das Land hat aufgrund seiner großen Zahl an Anlegern einen großen Anteil an der globalen Kursentwicklung. Nachdem in den letzten Wochen viele Ängste zu möglichen Verboten des Krypto-Handels geschürt wurden, sieht es im Moment danach aus, als würde es zumindest kurzfristig zu keinem Verbot kommen. Allerdings wird der Handel insgesamt deutlich stärker reguliert. So wird es ab Ende Januar nicht mehr möglich sein, anonym über koreanische Plattformen mit Kryptowährungen zu handeln. Die von der Regierung vorgegebene Maßnahme wird von sechs Banken durchgesetzt, über die Anlegerkapital bewegt wird. Zukünftig dürfen Accounts auf südkoreanischen Krypto-Handelsplattformen nur noch über denselben Namen laufen wie der damit verbundene Bankaccount. Die Maßnahme soll die Kontrolle durch staatliche Organe deutlich vereinfachen.

Außerdem wird offensichtlich auch die Sicherheit der Plattformen zunehmend geprüft, so wurden acht der größten Seiten des Landes wegen Sicherheitsverstößen verwarnt. Es wird deutlich: Die südkoreanische Regierung sitzt den Plattformen mehr und mehr im Nacken und arbeitet mit Hochdruck daran, den bis dato unregulierten Markt unter Kontrolle zu bringen.

Bildquelle: shutterstock.com

Gewinner des Tages (Top 20):
Stellar (XLM)

Stellar hebt ab

Quelle: Coinmarketcap

Verlierer des Tages (Top 20):
Lisk (LSK)

Verlierer des Tages: Lisk

Quelle: Coinmarketcap

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Gerrit Neumann
Über den Autor
Gerrit Neumann schreibt seit November 2017 für den Finanzpiloten und ist auf den Bereich Kryptowährung und Finanzen spezialisiert.