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Mit BISON wird es erstmals eine Krypto-App geben, hinter der eine große Wertpapierbörse steht
Veröffentlicht am 16 Apr 2018

Fintech-Tochter der Börse Stuttgart stellt Krypto-App BISON vor

Veröffentlicht am 16 Apr 2018
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Das Fintech Sowa Labs, eine Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH, die ihrerseits eine hundertprozentige Tochter der Boerse Stuttgart GmbH ist, hat einen Prototyp der Krypto-App BISON auf der Finanzmesse Invest in Stuattgart vorgestellt. Diese soll Anlegern einen einfachen Einstieg in den Kryptomarkt erlauben und dabei unter anderem den kostenlosen Handel mit Kryptowährungen ermöglichen. Damit wäre BISON die erste Krypto-App, hinter der eine traditionelle Wertpapierbörse steht.

BISON-App soll kostenlosen Krypto-Handel erlauben

Laut der offiziellen Pressemitteilung soll BISON interessierten Anlegern einen einfachen Einstieg in die Welt des Krypto-Handels erlauben, was sich unter anderem in einer einfach verständlichen Nutzeroberfläche widerspiegeln werde. Zudem solle die Einrichtung eines Kontos in wenigen Minuten vonstatten gehen, wobei eine Krypto-Wallet gar nicht erst benötigt werde. Eine weitere Besonderheit von BISON ist der „Cryptoradar“, der mithilfe einer künstlichen Intelligenz Nachrichten zu einzelnen Coins in sozialen Netzwerken auswertet und diese auf einer Skala anordnet, die ausdrücken soll, wie das Stimmungsbild zur jeweiligen Kryptowährung aussieht.

Einer der größten Selling Points von BISON dürfte zusätzlich das Wegfallen jeglicher Handelsgebühren sein: „User können Kryptowährungen kostenlos in der App handeln“, sagt der Geschäftsführer von Sowa Labs, Dr. Ulli Spankowski. Damit könnte die App auch für eingesessene Krypto-Anleger interessant werden. Bislang gibt es nämlich kaum Plattformen, die den kostenlosen Handel mit Kryptowährungen erlauben. Stattdessen erheben die meisten Anbieter pro Transaktion eine Gebühr.

Hat BISON eine Signalwirkung für die Krypto-Branche?

Schon allein das Angebot einer App für den kostenlosen Krypto-Handel ist eine Besonderheit an sich. Dass das Angebot von einem Fintech kommt, das als Tocherunternehmen einer großen Wertpapierbörse agiert, ist dabei aber noch zusätzlich ein hervorstechendes Merkmal: „Es ist die weltweit erste Krypto-App, hinter der eine traditionelle Wertpapierbörse steht“, so Spankowski. Angesichts der Tatsache, dass die Krypto-Branche häufig im Verruf steht, ein Sammelbecken für unseriöse Anbieter zu sein, könnte sich dieser Fakt als schlagkräftiges Argument für viele Nutzer entpuppen und damit eventuell auch andere Unternehmen auf den Plan rufen. Möglicherweise könnte eine solche indirekte Legitimation des Kryptomarktes auch dazu dienen, die Hemmschwelle für institutionelle Anleger zu senken, die laut CNBC ohnehin bereits kurz vor dem Einstieg in den Markt zu sein scheinen.

Bis Verbraucher BISON nutzen können, um mit Kryptowährungen zu handeln, wird es jedoch noch eine Weile dauern. Der offizielle Start der App ist für September angepeilt. Einen genaueren Überblick können sich interessierte User auf der offiziellen BISON-Webseite machen.

Bildquelle: Shutterstock

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Markus Kosmalla
Über den Autor
Markus Kosmalla berichtet vornehmlich aus der Welt der Firmen & Finanzen. Seine weiteren Schwerpunkte liegen bei Ratgeber-Themen wie auch Produkttests.