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Veröffentlicht am 11 Jun 2019

Biometrische Authentifizierungsmethoden beim Banking immer beliebter

Veröffentlicht am 11 Jun 2019
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71 Prozent der Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte online. Laut einer PwC-Studie spielt die biometrische Authentifizierung dabei zunehmend eine Rolle. Aber wie intensiv nutzen die Deutschen diese wirklich und wie wird sich die Bedeutung weiterentwickeln?

Gerade junge Zielgruppe setzt auf biometrische Verfahren

Von den 18 bis 29-jährigen haben 40 Prozent schon mindestens einmal die Erkennung des Fingerabdrucks zum Online-Banking oder für die Durchführung von Transaktionen genutzt. Die Gesichtserkennung haben bereits elf Prozent verwendet.

Es gibt aber deutliche Unterschiede im Vergleich zu älteren Nutzergruppen. Dort erfreuen sich biometrische Authentifizierungsmethoden wesentlich geringerer Beliebtheit. Auch das Geschlecht scheint relevant zu sein: Männer haben sich 2018 doppelt so oft mit ihrem Fingereindruck beim Online-Banking angemeldet wie Frauen. Über 60 Prozent der Deutschen nutzen keine derartigen Verfahren.

Authentifizierung mit Biometrie und die Zukunft des Bankings

Dennoch sehen die Macher der Studie in biometrischen Verfahren die Technologie der Zukunft. „Die Authentifizierung per Fingerabdruck oder per Gesichtserkennung wird in wenigen Jahren genauso Standard sein, wie es im herkömmlichen Online-Banking die TAN war.“, so Maximilian Harmsen, Digital Payments Lead bei PwC. Dafür spreche, dass vor allem junge Menschen ihre Bankgeschäfte immer mehr mit dem Smartphone abwickeln. Um junge Kunden nicht an Anbieter mit innovativeren Angeboten zu verlieren, müssten die Hausbanken im digitalen Bereich aufholen.

Die Deutschen sehen vor allem das Fingerabdruckverfahren als besonders sicher an. 58 Prozent können sich vorstellen, beim Banking biometrische Verfahren anzuwenden. Daneben sind diese bei der Entsperrung und Nutzung vom eigenen Smartphone oder bei Zugangskontrollen beliebt, zum Beispiel am Flughafen. Weniger gefragt ist der Einsatz beim Bezahlen an der Kasse oder an anderen öffentlichen Orten. Dort werden sich solche Authentifizierungsverfahren also eher nicht durchsetzen.

Ansprüche an Authentifizierungsmethoden

Auch wenn die Authentifizierung insbesondere mit dem Fingerabdruck als recht sicher eingeschätzt wird, haben viele Menschen Bedenken im Bezug auf einen möglichen Datenmissbrauch. Die Weitergabe persönlicher Daten an Dritte sowie Hacker-Angriffe werden als Gefahr gesehen. Deshalb sollten biometrische Authentifizierungsverfahren besonders fälschungssicher sein, um sich dauerhaft etablieren zu können. Darüber hinaus sind den Befragten aber auch Schnelligkeit und Komfort der Anwendung wichtig.

Grundsätzlich gewinnen biometrische Authentifizierungsmethoden also immer mehr an Bedeutung. Bis sie jedoch über sämtliche Altersgruppen hinweg genutzt werden, wird es wohl noch etwas dauern.

Bildquelle: shutterstock.com

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Michelle Kämpfer
Über den Autor
Michelle Kämpfer beschäftigt sich insbesondere mit der lokalen Startup-Szene mit Schwerpunkt auf der FinTech-Branche. Sie arbeitet seit 2018 bei auxmoney.